ARD-„Deutschlandtrend“

Union verliert deutlich – AfD steigert sich auf 24 Prozent

Ein Wahlplakat der AfD hängt vor dem Konrad-Adenauer-Haus mit dem Konterfei des CDU-Bundesvorsitzenden Merz.

Berlin. Mitten in den Koalitionsverhandlungen verliert die Union laut einer Umfrage deutlich an Zustimmung unter den Wahlberechtigten – die AfD legt kräftig zu. Wenn schon am Sonntag wieder Bundestagswahl wäre, kämen CDU und CSU gemeinsam auf 26 Prozent (-3), wie aus dem ARD-„Deutschlandtrend“ hervorgeht. Sie fällt damit auf den tiefsten Wert in der Umfragereihe seit Oktober 2022. Die AfD erreicht hingegen mit 24 Prozent (+3) einen Höchststand. Auch eine Forsa-Umfrage hatte die AfD zuletzt nur noch einen Punkt hinter der Union gesehen.

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Die SPD verharrt laut ARD-„Deutschlandtrend“ bei 16 Prozent, die Grünen liegen bei 11 Prozent (-1). Die Linke steigert sich leicht auf 10 Prozent (+1). Das BSW verliert einen Punkt und rutscht auf 4 Prozent. Auch die FDP bleibt mit 4 Prozent (+1) weiter unter der Fünf-Prozent-Hürde. Alle übrigen Parteien kommen zusammen auf 5 Prozent.

Mehrheit glaubt an Zustandekommen von Schwarz-Rot

Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen erwartet eine deutliche Mehrheit der Befragten (79 Prozent) an das Zustandekommen des Bündnisses zwischen Union und SPD, nur 14 Prozent glauben das eher nicht. Gleichzeitig machen sich 20 Prozent sehr große und 53 Prozent große Sorgen darüber, dass die Parteien auf drängende politische Fragen keine gemeinsame Antwort finden; 19 Prozent machen sich darüber wenig und 4 Prozent gar keine Sorgen.

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Auch Unionsanhänger mehrheitlich für Steuer auf hohe Vermögen

Eine deutliche Mehrheit der Bürger spricht sich laut „Deutschlandtrend“ zudem für eine gesonderte Besteuerung hoher Vermögen aus, auch unter Unionsanhängern. Eine Vermögensteuer ist eine der Forderungen, mit denen die SPD in die Koalitionsverhandlungen mit der Union gegangen ist.

In der Erhebung votierten mehr als zwei Drittel (69 Prozent) für die Einführung einer solchen Steuer. Unter Unionsanhängern waren es zwei Drittel (66 Prozent), unter SPD-Anhängern weitaus mehr (87 Prozent).

Die Unionsforderung nach endgültiger Abschaffung des Solidaritätszuschlags für alle – auch für Unternehmen, Kapitalanleger und Vielverdiener – halten demnach insgesamt 39 Prozent für den richtigen Weg, 52 Prozent aber für falsch. Unter den Unionsanhängern fänden 43 Prozent die vollständige Abschaffung richtig, unter SPD-Anhängern 30 Prozent.

Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag des ARD-„Deutschlandtrends“ zwischen 31. März und 2. April 1.334 in Deutschland Wahlberechtigte ab 18 Jahren. Die Schwankungsbreite liegt bei 2 bis 3 Prozentpunkten.

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RND/dpa

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