Drogenabhängigkeit bei Waffenkauf

US-Präsidentensohn Hunter Biden wegen illegalen Waffenbesitzes schuldig gesprochen

Hunter Biden kommt mit seiner Frau Melissa Cohen Biden zum Bundesgericht.

Washington/Wilmington. Die Geschworenen im Strafprozess gegen US-Präsidentensohn Hunter Biden wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Waffenrecht haben ein Urteil gefällt. Das berichteten mehrere US-Medien am Dienstag übereinstimmend. Laut der Nachrichtenagentur AP wurde Biden in dem Prozess um den Kauf einer Schusswaffe in allen drei Anklagepunkten schuldig gesprochen.

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Die Geschworenen sahen es am Dienstag nach drei Stunden Beratung als erwiesen an, dass Hunter Biden einen Waffenhändler belogen hat, weil er in einem Antrag fälschlicherweise angegeben hatte, er nehme keine Drogen. Darum habe er die Waffe illegal elf Tage lang besessen. Das Strafmaß für den 54-jährigen wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet.

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Die zwölf Geschworenen hatten sich am Montagnachmittag (Ortszeit) kurz für Beratungen zurückgezogen und diese am Dienstagmorgen (Ortszeit) fortgesetzt. Das Urteil der Geschworenen muss einstimmig ausfallen. Der Prozess war eine politische Belastung für US-Präsident Joe Biden. Eine Verurteilung seines Sohnes dürfte den Demokraten mitten im Wahlkampf weiter unter Druck setzen.

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Bilder zeigen Präsidentensohn nackt und mit Crackpfeife

Hunter Biden streitet die Vorwürfe ab. Der Präsidentensohn zeigte beim Verlesen des Urteils kaum eine Regung. Anschließend umarmte er seine Anwälte, küsste seine Frau Melissa und verließ mit ihr den Gerichtssaal. First Lady Jill Biden war bei der Urteilsverkündung nicht dabei, sondern traf kurz danach ein. Dem 54-jährigen Hunter Biden drohen bis zu 25 Jahre Haft. Allerdings dürfte er als Ersttäter nicht die Höchststrafe erhalten und muss möglicherweise nicht ins Gefängnis. Wann Richterin Maryellen Noreika das Strafmaß verkündet, war zunächst nicht klar.

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Die Staatsanwaltschaft verbrachte einen großen Teil des Prozesses damit, die Schwere von Hunter Bidens Drogenproblem zu verdeutlichen. Dazu rief sie seine Ex-Frau, seine Schwägerin und kurzzeitige Freundin sowie die Mitarbeiterin eines Striplokals als Zeuginnen auf und präsentierte den Geschworenen Bilder des Präsidentensohns mit nacktem Oberkörper und zerzaust in einem schmutzigen Zimmer sowie halbnackt mit Crackpfeifen in der Hand.

Präsident: Werde immer für Hunter da sein

Der Angeklagte hatte auf nicht schuldig plädiert, sagte aber nicht selbst aus. Doch hatte er in seinen 2021 erschienenen Memoiren über seinen Tiefpunkt nach dem Tod seines Bruders Beau im Jahr 2015 und seinen Abstieg in die Drogensucht berichtet, bevor er schließlich abstinent wurde.

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Präsident Biden erklärte, er akzeptiere den Ausgang des Prozesses und das juristische Verfahren, während sein Sohn über eine Berufung nachdenke. „Jill und ich werden immer mit unserer Liebe und Unterstützung für Hunter und den Rest unserer Familie da sein. Nichts wird daran jemals etwas ändern“, versicherte er. Nach dem Schuldspruch gegen seinen Sohn hat der US-Präsident erneut betont, sich nicht in den Fall einzumischen. Er werde den juristischen Prozess respektieren, während sein Sohn ein Berufungsgesuch erwäge, teilte Biden am Dienstag mit - und versicherte seinem Sohn die Unterstützung der Familie. „Ich bin der Präsident, aber ich bin auch ein Vater“, hieß es in dem Statement.

Sorge um Auswirkungen auf Wahlkampf

Der Präsident hat sich zu dem Prozess kaum geäußert, um nicht den Eindruck zu erwecken, er mische sich in eine strafrechtliche Angelegenheit ein, die von seinem Justizministerium verfolgt wird. Verbündete des Demokraten machen sich jedoch Sorgen über die Auswirkungen des Prozesses auf den 81-Jährigen, der bereits zwei seiner Kinder beerdigen musste.

In dem Fall hatten sich Hunter Bidens Anwälte eigentlich bereits mit der Staatsanwaltschaft auf eine Einigung verständigt, durch die ein Prozess so kurz vor der Wahl im Herbst 2024 hätte vermieden werden können. Die zuständige Richterin stellte aber einige Details der Einigung in Frage und sie kam letztlich doch nicht zustande.

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Erneut gibt es in Deutschland mehr Opfer häuslicher Gewalt. Wer sich vor einem prügelnden Partner oder einem übergriffigen Familien­mitglied flüchtet, muss Schutz bekommen. Die Finanzierung von Frauen­häusern und anderen Hilfs­angeboten muss besser abgesichert werden. Alles andere wäre unterlassene Hilfe­leistung, kommentiert Daniela Vates.

Deshalb kam es doch zum Prozess - sehr zur Freude der oppositionellen Republikaner um Ex-Präsident Donald Trump, die der Justiz eine Vorzugsbehandlung des Präsidentensohnes vorgeworfen hatten. Im September muss sich Hunter Biden in Kalifornien erneut vor Gericht verantworten, weil er 1,4 Millionen Dollar (rund 1,3 Millionen Euro) Steuern nicht gezahlt hat.

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Der Sohn des derzeitigen US-Präsidenten macht seit Jahren immer wieder Negativ-Schlagzeilen wegen Alkoholsucht und Drogenabhängigkeit wie auch wegen Steuerhinterziehung und Streitigkeiten über den Unterhalt für ein uneheliches Kind mit einer ehemaligen Stripperin.

RND/dpa/AP/hub

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