Nach Anschlag in Moskau: Kiesewetter hält neue Mobilisierungswelle in Russland für „wahrscheinlich“
Berlin. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter geht davon aus, dass Russlands Präsident Wladimir Putin den Anschlag auf einen Konzertsaal in Moskau für seinen Krieg gegen die Ukraine nutzen wird. „Alles deutet auf islamistischen Terrorismus hin, den der Kreml taktisch für seine Kriegsführung nutzen wird“, sagte Kiesewetter dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Sonntagabend. Putin informiere die russische Bevölkerung bewusst nicht über den islamistischen Hintergrund des Anschlags.
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Mit der Beschuldigung der Ukraine als Urheber des Anschlags werde „eine neue Mobilisierungswelle in Russland wahrscheinlich“. Kiesewetter konstatierte außerdem ein „Versagen russischer Sicherheitsdienste“.
Kurz nach dem Anschlag, bei dem deutlich über 100 Menschen starben, hatte Kiesewetter von einem wahrscheinlichen islamistischen Hintergrund der Attacke gesprochen, eine Urheberschaft Russlands für nicht unmöglich erklärt. „Ausgeschlossen werden kann zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht, dass es sich um eine False-Flag-Operation Russlands selbst handelt, auch wenn ein islamistischer Hintergrund durchaus wahrscheinlich erscheint, zumal sich der IS dazu bekannte“, hatte er gesagt.
Anm. d. Red.: Mit neuen Aussagen aktualisiert, die die Annahme eines islamistischen Hintergrunds des Anschlags verdeutlichen.