Bahnstreik: FDP-Generalsekretär Djir-Sarai fordert Schlichtungsverfahren
Der FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hat wegen des Bahnstreiks vor einem Schaden für die Wirtschaft gewarnt und die Lokführergewerkschaft GDL aufgefordert, einem Schlichtungsverfahren im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn zuzustimmen. Die GDL müsse zusammen mit der Deutschen Bahn endlich zu Lösungen kommen, „um den Zustand eines Dauerstreiks und weiteren Schaden für den Wirtschaftsstandort abzuwenden“, sagte der FDP-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Ein Schlichtungsverfahren wäre hierfür eine geeignete Option, der sich Herr Weselsky nicht kategorisch verschließen sollte.“
Das Streikrecht sei ein hohes Gut in unserem Land, das unter besonderem rechtlichen Schutz stehe, fügte der Liberale hinzu. „Dennoch muss es maßvoll und verantwortungsbewusst wahrgenommen werden. Das scheint bei der GDL und insbesondere Herrn Weselsky immer weniger der Fall zu sein“, kritisierte Djir-Sarai. „Denn gerade die Bahn spielt eine bedeutende Rolle für Millionen von Fahrgästen und für die deutsche Wirtschaft insgesamt.“
Am Mittwoch hat der sechstägige Streik der GDL begonnen. Er soll bis Montagabend um 18 Uhr andauern. In einem Brief an die Bahn hatte die GDL ihre Tarifforderungen erneuert und manche konkretisiert. Die Bahn lehnte die Vorschläge der GDL als Grundlage für weitere Verhandlungen ab. Es handele sich lediglich um die „Wiederholung altbekannter Maximalforderungen“, sagte eine Sprecherin am Mittwochmorgen.
mit dpa