Nein zum Ja-Wort

Tiefstand bei Eheschließungen: Immer weniger Deutsche heiraten

Immer weniger Menschen in Deutschland sagen Ja, wie eine Statistik zeigt.

Wiesbaden. Immer weniger Menschen in Deutschland heiraten: Die Zahl der Eheschließungen ist 2024 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik im Jahr 1950 gefallen. 349.200 Ehen wurden 2024 geschlossen, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Welttags der Ehe am 8. Februar mitteilt.

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Zahl und Anteil der Verheirateten sinken den Angaben zufolge seit Jahren nahezu kontinuierlich: Ende 2024 war knapp jede zweite erwachsene Person in Deutschland verheiratet. 30 Jahre zuvor waren es noch rund 60 Prozent. Am häufigsten leben 65- bis 69-Jährige in einer Ehe. Hier waren 2024 zwei Drittel verheiratet oder lebten in einer Lebenspartnerschaft, wie das Bundesamt mitteilt.

Durchschnittsalter bei erster Ehe höher

Bis zum ersten Ja-Wort dauert es immer länger. 2024 waren Frauen bei ihrer ersten Heirat im Schnitt 32,9 Jahre alt, Männer 35,3 Jahre. Das Durchschnittsalter stieg innerhalb von 30 Jahren um rund sechs Jahre an.

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79 Prozent heirateten in dem Jahr zum ersten Mal. Gut 97 Prozent der Ehen schlossen Paare unterschiedlichen Geschlechts und knapp drei Prozent gleichen Geschlechts.

Ehen werden später geschieden

Ehen werden den Angaben zufolge später geschieden und halten länger. 2024 betrug das Durchschnittsalter bei der Scheidung 44,6 Jahre bei Frauen und 47,6 Jahre bei Männern. 1994 waren Frauen im Schnitt 36,5 Jahre und Männer 39,3 Jahre alt.

Die Durchschnittsdauer einer Ehe bis zur Scheidung lag 2024 bei 14,7 Jahren und 1994 bei 12 Jahren. 2024 wurden gut 129.300 Ehen geschieden – etwas mehr (0,3 Prozent) als im Vorjahr. 2023 war der niedrigste Stand seit der deutschen Vereinigung erreicht worden.

Deutschland liegt über EU-Schnitt

Gemessen an der Bevölkerung wird in Deutschland etwas häufiger geheiratet als im EU-Durchschnitt. Diese Zahlen liegen für das Jahr 2023 vor, in dem es hierzulande 4,3 Eheschließungen je 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gab, der EU-Schnitt betrug 4,0.

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Die meisten Ehen je 1000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden laut EU-Statistikbehörde Eurostat in dem Jahr in Rumänien (5,8), Lettland (5,6) und Ungarn (5,2) geschlossen. Die wenigsten Eheschließungen gab es demnach in Bulgarien (3,4), Italien (3,1) und Slowenien (3,0).

RND/dpa

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