Klimaforscherin: Risiko für verheerende Waldbrände wie auf Hawaii nimmt zu
London. Das Risiko für verheerende Waldbrände wie jene auf Hawaii nimmt Fachleuten zufolge durch den Klimawandel zu - auch an Orten, wo sie bislang ungewöhnlich waren. Man könne „damit rechnen, dass Waldbrände häufiger vorkommen, auch in Regionen, in denen sie bislang nicht auftraten – insbesondere im Sommer, wenn es trocken und warm ist“, sagte Klimaforscherin Mariam Zachariah vom Imperial College London der Deutschen Presse-Agentur. Auch Winde trügen dazu bei.
Zachariah forscht als Teil des internationalen Forschungsverbunds World Weather Attribution daran, ob und inwieweit konkrete Extremwetterereignisse mit dem Klimawandel zusammenhängen. Der Organisation zufolge führen lange Hitzeperioden, die durch die Erderwärmung zunehmen, zu mehr Trockenheit. Demnach nimmt in Regionen, in denen sowohl das Risiko von Hitze als auch von Dürre gleichzeitig steigen, auch das Feuerrisiko rapide zu.
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Zur vollständigen AnsichtZahl der Toten auf Maui dürfte weiter steigen
Auf der Hawaii-Insel Maui stieg die Zahl der Toten nach den verheerenden Wald- und Buschbränden weiter an. Die Behörden meldeten am Sonntagabend 96 Tote. Das besonders desaströse Feuer rund um die Kleinstadt Lahaina im Westen der Insel sei inzwischen zu 85 Prozent eingedämmt, im Landesinneren Mauis sei rund um Kula das Feuer zu 100 Prozent unter Kontrolle und die Löscharbeiten schritten voran, hieß es weiter. „Das ist die größte Naturkatastrophe in unserer Geschichte“, sagte Hawaiis Gouverneur Josh Green am Sonntag und warnte erneut, dass die Zahl der Toten weiter steigen dürfte.
Die Feuer sind laut US-Medien die schlimmsten Waldbrände in der Geschichte der USA seit mindestens 100 Jahren. Schätzungen gehen von mehr als 5,5 Milliarden Dollar (5,0 Milliarden Euro) für den Wiederaufbau Mauis aus.
RND/dpa