Forscher sehen sehr hohe Wahrscheinlichkeit für Asteroiden-Fund im Havelland
Nauen. Ein Suchteam aus Polen hat möglicherweise Teile des über Brandenburg niedergegangenen Mini-Asteroiden gefunden. Eine Gruppe von vier Meteoritensuchern habe drei Stücke entdeckt, sagte Lutz Hecht vom Museum für Naturkunde Berlin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst hatte der „Spiegel“ berichtet.
Der genaue Fundort war zunächst unklar. Die Sucher waren westlich von Nauen (Landkreis Havelland) unterwegs.
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Zur vollständigen AnsichtZahlreiche Forscher sind auf der Suche nach potenziellen Meteoriten. Seit Sonntag ist ein Team des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Museums für Naturkunde und der Freien Universität Berlin im Feld. Der winzige Asteroid 2024 BX1 war in der Nacht zum Sonntag in der Nähe von Berlin verglüht. Der Feuerball war am Himmel weithin zu sehen. Die US-Raumfahrtagentur Nasa hatte ihn für Sonntagfrüh bei Nennhausen im Havelland angekündigt.
„Wir haben Fotos gesehen, die vielversprechend sind“, sagte Hecht. „Wir gehen davon aus, dass das jetzt ein Glücksfall war und zu den größten Stücken gehört, die im Streufeld liegen.“ Möglicherweise handle es sich um ein Objekt, das in drei Teile zerbrochen sei. Das Museumsteam wollte den Fund prüfen. Bei X kursierte ein Foto.
Asteroid verglüht über Brandenburg: Planetenwissenschaftler fängt Moment ein
„Es ist sehr, sehr, sehr wahrscheinlich, dass es sich um einen Meteoriten handelt, also der erste Fund von diesem Überrest des Asteroiden, der hier verglüht ist“, sagte Meteoritenforscher Ansgar Greshake am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Das hier ist in der Tat ein besonderer Fund.“ Er gehöre zur Gruppe der Aubriten. „Dieses Material ist sehr selten.“ Der Fund sehe sehr frisch aus, die Kruste glänze.
RND/dpa