ZEW-Konjunkturerwartungen fallen weiter

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Die Konjunkturerwartungen liegen auf dem niedrigsten Wert seit vergangenem November. Foto: J. Büttner/Archiv

Mannheim (dpa) - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben überraschend einen weiteren Dämpfer erhalten. Der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel im August um 4,7 Punkte auf 25,0 Zähler, wie das ZEW in Mannheim mitteilte.

Das ist der fünfte Rückschlag in Folge. Der Indikator erreichte den niedrigsten Wert seit vergangenen November. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 31,9 Punkte gerechnet.

Während sich die Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung unerwartet stark eintrübte, fiel die Bewertung der aktuellen Lage überraschend gut aus. Hier stieg der entsprechende Indikator des ZEW-Instituts um 1,8 Punkte auf 65,7 Punkte, während Experten nur mit 64,2 Punkten gerechnet hatten.

Trotz des Dämpfers bei den Konjunkturerwartungen geht das Instituts weiter von einem Aufschwung aus. "Der deutsche Konjunkturmotor läuft weiterhin gut", kommentierte ZEW-Präsident Clemens Fuest. "Dass die Konjunkturerwartungen sich dennoch eintrüben, dürfte damit zu tun haben, dass unter den gegebenen geopolitischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wesentliche Verbesserungen der Wirtschaftslage in Deutschland mittelfristig unwahrscheinlich sind."

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