VW startet Golf-Rückruf am kommenden Dienstag

+
VW-Chef Müller kündigte eine "epochalen Wandel" in der Autoindustrie an. Foto: Julian Stratenschulte

Die Diesel-Affäre dürfte Volkswagen noch lange schwer belasten. Weil der Rückruf des Passat weiter stockt, kommt erst der Golf an die Reihe. Die Wolfsburger richten den Blick aber auch in die Zukunft - es geht um Wiedergutmachung und Investitionen.

Wolfsburg (dpa) - Wegen technischer Probleme bei der Umrüstung des Passats im Zuge des Abgas-Skandals will VW ab dem kommenden Dienstag zunächst manipulierte Modelle des Golfs in die Werkstätten rufen.

Volkswagen einigte sich mit dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) auf ein entsprechendes Vorgehen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte dies bereits VW-Chef Matthias Müller angekündigt.

Der Rückruf gilt demnach zunächst für rund 15 000 Fahrzeuge mit Schaltgetriebe und 2,0 Liter-Motor. Volkswagen reagiert damit wie erwartet auf die seit Monaten unlösbaren Probleme bei der Umrüstung des Passats. Die Fahrzeuge hatten nach der Umrüstung teils erhöhte Verbrauchswerte aufgewiesen und deshalb keine Freigabe durch das KBA erhalten.

In der kommenden Woche sollen den Angaben eines VW-Sprechers zufolge die betroffenen Kunden von Volkswagen Post erhalten. Sie können dann mit ihren Vertragswerkstätten einen Termin für die Umrüstung ausmachen. Das Aufspielen der neuen Software soll rund 30 Minuten dauern.

Ursprünglich wollte Volkswagen als erstes Volumenmodell bereits Ende Februar den Startschuss für den Rückruf von knapp 160 000 Passat-Modellen geben. Im Januar war der Rückruf mit dem Pickup Amarok offiziell gestartet. Weltweit sind von den Softwaremanipulationen mehr als elf Millionen Fahrzeuge betroffen, davon rund 2,5 Millionen in Deutschland.

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Schokohersteller Barry Callebaut verdient deutlich mehr
Schokohersteller Barry Callebaut verdient deutlich mehr
Steueraffäre: Wahl des Sparkassenpräsidenten verschoben
Steueraffäre: Wahl des Sparkassenpräsidenten verschoben
Eon verdient dank guten Netzgeschäfts deutlich mehr Geld
Eon verdient dank guten Netzgeschäfts deutlich mehr Geld
Ex-VW-Patriarch Piëch legt sein letztes Automandat nieder
Ex-VW-Patriarch Piëch legt sein letztes Automandat nieder
Linde beim Aktientausch für Praxair-Fusion am Ziel
Linde beim Aktientausch für Praxair-Fusion am Ziel