US-Notenbank sieht Finanzriesen besser für Krisen gewappnet

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Das Gebäude der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in Washington. Foto: Matthew Cavanaugh/Archiv

Washington (dpa) - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sieht die größten Geldhäuser in Amerika krisenfester aufgestellt. Alle 31 Großbanken bestanden den ersten Teil des jährlichen Stresstests der Finanzaufseher, wie die am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisse zeigten.

Auch die US-Tochter der Deutschen Bank nahm erstmals an der Prüfung teil, bei der die Fed untersucht, wie robust sich die Finanzkonzerne in simulierten Krisenszenarien behaupten würden.

Die Notenbank nimmt die Kapitalausstattung unter die Lupe, um sicherzustellen, dass die Kreditvergabe an Unternehmen und Haushalte nicht abrupt ins Stocken gerät. Die Fed geht davon aus, dass die getesten Banken - US-Branchenriesen wie Citigroup, JPMorgan, Goldman Sachs oder Wells Fargo, aber auch Töchter internationaler Institute - in extremen Krisen erhebliche Verluste erleiden. Im schlimmsten Fall würden insgesamt 340 Milliarden Dollar (308 Mrd Euro) eingebüßt.

Dennoch wären die Kapitalpolster nach Einschätzung der Notenbank dick genug, um die Banken vor Pleitegefahr sowie das Finanzsystem vor Crash-Risiken zu bewahren. Die Fed legt ein Szenario zugrunde, bei dem es zu einer tiefen Rezession und einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf über zehn Prozent kommt. Notenbank-Gouverneur Daniel Tarullo zeigte sich mit den Ergebnissen zufrieden: "Höhere Kapitalquoten der großen Banken erhöhen die Resistenz unseres Finanzsystems."

Die Notenbank hatte den Stresstest 2009 eingeführt, nachdem das Finanzsystem in der Krise zuvor beinahe kollabiert wäre. Am nächsten Mittwoch wird die Fed ausführlichere Ergebnisse veröffentlichen, bei denen auch die internen Kontrollen und das Risikomanagement der Banken auf den Prüfstand kommen. Ob die Deutsche Bank diesen Test besteht, gilt als ungewiss. Am Markt wird nach einem Bericht des "Wall Street Journal" zudem spekuliert, dass die spanische Banco Santander scheitern könnte.

Fed-Mitteilung

Fed-Ergebnisse

WSJ-Artikel

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