Energie-Krise

Bund steigt bei Uniper ein - Scholz bricht Urlaub ab und kündigt weitere Hilfen auch für Rentner an

Uniper-Zentrale: Der angeschlagene Gas-Lieferant hofft auf einen Einstieg des Bundes.
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Uniper-Zentrale in Düsseldorf: Der angeschlagene Gas-Lieferant steht offenbar vor dem Einstieg des Bundes.

Der Versorger Uniper ist wegen fehlender Gas-Lieferungen schwer unter Druck. Nun will die Bundesregierung das Unternehmen stützen und plant weitere Hilfen.

Update vom 22. Juli, 12.13 Uhr - Im Kampf gegen steigende Energiepreise hat Bundeskanzler Olaf Scholz am Freitag weitere Entlastungen angekündigt. Neben der Einführung des Bürgergelds soll es zum Jahreswechsel auch eine Reform des Wohngelds geben. Davon sollen auch Rentner profitieren, sagte der Bundeskanzler.

Bund steigt bei Uniper ein - Scholz unterbricht Urlaub - Auch Verbraucher müssen zahlen

Erstmeldung von 22. Juli, 11.07 Uhr –  Die Bundesregierung und der angeschlagene Energiekonzern Uniper haben sich auf ein milliardenschweres Rettungspaket sowie einen Staatseinstieg verständigt. Danach übernimmt 30 Prozent der Uniper-Anteile, wie aus einer am Freitag veröffentlichen Pflichtmitteilung des Unternehmens hervorgeht. Zudem soll die staatseigene KfW eine Kreditlinie von derzeit zwei auf neun Milliarden Euro zur Verfügung stellen.

Die Eckpunkte des Rettungspakets stellt Bundeskanzler Olaf Scholz am Freitag vor und hat dazu auch seinen Urlaub im Allgäu unterbrochen.

Uniper beliefert bundesweit mehr als 100 Stadtwerke und Industrie-Unternehmen mit Gas, vor allem aus Russland. Der russische Gasriese Gazprom hatte die Lieferungen aber zuletzt immer weiter gedrosselt. Um seine Lieferverpflichtungen erfüllen zu können, musste Uniper Gas deshalb extern kaufen - zu drastisch gestiegenen Preisen. Laut Ingo Becker von der Bank Kepler Cheuvreux fährt Uniper daher derzeit pro Monat rund 900 Millionen Euro Verlust ein. 

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Uniper-Rettung: Unternehmen soll drastisch gestiegene Beschaffungspreise weitergeben können

Zur Stabilisierung des Unternehmens will der Bund es Uniper zudem ermöglichen, seine stark gestiegenen Beschaffungskosten an die Kunden weiterzugeben. Die Weitergabe werde ebenfalls sehr bald beschlossen, berichtet das Handelsblatt. Sollte es soweit kommen, müssen sich private Haushalte und Industrie-Unternehmen auf deutliche Preisanstiege einstellen. (utz)

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