Südkorea und China liberalisieren ihren Handel

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Südkoreas Handelsminister, Yoon Sang-jick (r), und sein chinesischer Amtskollege, Gao Hucheng (l), sind sich über das Freihandelsabkommen einig. Foto: Stinger

Seoul (dpa) - Südkorea hat mit seinem größten Handelspartner China ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Mit dem Abkommen sollen in den nächsten 20 Jahren die Einfuhrzölle für mehr als 90 Prozent der Waren wegfallen, wie Südkoreas Handelsministerium mitteilte.

Der Pakt, der in Seoul von den Handelsministern beider Länder unterzeichnet wurde, soll noch in diesem Jahr ratifiziert werden. Die Verhandlungen hatten vor drei Jahren begonnen. 

Das Abkommen (FHA) werde nicht nur helfen, den bilateralen Handel und die Investitionen zu erhöhen, hieß es. Es soll auch eine Plattform für die Regierungen und Unternehmen beider Länder sein, gemeinsam neue Wachstumsmotoren zu finden. Das Abkommen deckt 22 Bereiche einschließlich Finanzen und Internethandel ab. Ausnahmen bilden unter anderem Reis und Autos. 

Seoul erwartet durch die Liberalisierung des beiderseitigen Handels einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um fast einen Prozentpunkt in den ersten zehn Jahren nach dem Inkrafttreten des Pakts. Das Handelsvolumen zwischen beiden Nachbarländern erreichte 2014 nach Angaben der südkoreanischen Zollbehörde etwa 235 Milliarden Dollar, im Jahr davor 229,7 Milliarden Dollar. 

Südkorea hat in den vergangenen Jahren bei Freihandelsabkommen aufs Tempo gedrückt. Nach einem Abkommen mit der EU war 2012 auch ein Handelspakt mit den USA wirksam geworden. 

Offizielle Handelsstatistik Korea/China

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