S&P: "Grexit" birgt kaum Ansteckungsgefahr für andere Eurostaaten

+
Insgesamt geht S&P nicht davon aus, dass ein Grexit signifikante Auswirkungen auf die Ratings der anderen Euro-Staaten hätte. Foto: Boris Roessler

Frankfurt/Main (dpa) - Ein möglicher Austritt Griechenlands aus der Eurozone würde die anderen Mitglieder der Eurozone aus Sicht der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) nur in verkraftbarem Umfang finanziell belasten.

"Alles in allem sind wir der Meinung, dass ein Grexit keine direkte Ansteckungsgefahr in einem Maße birgt, das andere Staaten aus der Eurozone treiben würde", sagte S&P Kreditanalyst Moritz Kraemer am Donnerstag in Frankfurt.

Dies liege nicht zuletzt an den inzwischen aufgebauten Brandmauern in der Eurozone wie dem Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM. Dieser könnte die Staaten der Eurozone nach einem hypothetischen Austritt Griechenlands finanziell unterstützen.

Auch sei Griechenland deutlich weniger mit den internationalen Finanzmärkten verflochten als noch vor wenigen Jahren.

Nach Zahlen der Nationalbank Griechenlands seien die Finanzinstitute in der Eurozone im Dezember 2014 nur noch mit 61 Milliarden Euro in Hellas engagiert - 2011 waren es nach den Angaben noch 131 Milliarden Euro. Insgesamt geht S&P nicht davon aus, dass ein Grexit signifikante Auswirkungen auf die Ratings der anderen Euro-Staaten hätte.

Kommentare

Meistgelesen

Bericht: Strompreise steigen für Millionen Privathaushalte
Bericht: Strompreise steigen für Millionen Privathaushalte
Bericht: Amazon will frische Lebensmittel mit DHL ausliefern
Bericht: Amazon will frische Lebensmittel mit DHL ausliefern
Apple mit Clou: Drei wichtige Neuerungen bei iPhone und iPads
Apple mit Clou: Drei wichtige Neuerungen bei iPhone und iPads
BMW-Mitarbeiter völlig dicht am Band - Produktion gestoppt
BMW-Mitarbeiter völlig dicht am Band - Produktion gestoppt
Supermärkte im Preis-Test: Große Überraschung bei Aldi Süd
Supermärkte im Preis-Test: Große Überraschung bei Aldi Süd