Unterstützer werden gesucht

Paten begleiten junge Menschen auf dem Weg ins Berufsleben

Béla Gall gehört zum Vorstand der IPD-Stiftung. Anette Messing koordiniert unter anderem das Ausbildungspaten-Projekt. Archivfoto: Daniela Tobias
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Béla Gall gehört zum Vorstand der IPD-Stiftung. Anette Messing koordiniert unter anderem das Ausbildungspaten-Projekt.

Seit 2014 profitieren benachteiligte Jugendliche von einem Projekt der IPD-Stiftung.

Von Manuel Böhnke

Bergisches Land. Das Ziel des jungen Mannes war bereits vor drei Jahren klar: eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Einzig die schulischen Leistungen bereiteten Probleme. „Wir haben ihm aufgezeigt, welchen Weg er gehen kann“, erzählt Anette Messing von der IPD-Stiftung. Inzwischen steht der Solinger kurz vor seinem Fachabitur, schreibt Bewerbungen für eine Lehrstelle. Begleitet wurde und wird er auf diesem Weg von einem ehrenamtlichen Ausbildungspaten.

Seit 2014 existiert das Projekt Bergischer Ausbildungspate der Solinger IPD-Stiftung. Die Grundidee: Benachteiligte Jugendliche erhalten individuelle Unterstützung auf dem Weg von der Schule in das Berufsleben und darüber hinaus. 50 jungen Menschen konnte auf diesem Weg bereits geholfen werden, überschlägt Anette Messing.

Derzeit erhalten zehn Personen Unterstützung. Viele haben einen Migrationshintergrund oder kamen als Flüchtlinge nach Deutschland, häufig sind Sprachbarrieren ein Problem. Wie bei einem jungen Mann, der im praktischen Teil seiner Ausbildung gut zurechtkommt, aber Schwierigkeiten mit der Fachsprache hat. „Unser Pate liest mit ihm in den Fachbüchern“, erläutert die Stiftungskoordinatorin. Doch auch beim Bewerben und realistischen Einschätzen der Berufsperspektiven verspricht das kostenlose Angebot Hilfe.

„Trotz der Vernetzung zu einigen Schulen sind wir zurzeit nicht in der Lage, unser Projekt Jugendlichen live vorzustellen“, erläutert Messing. Digitale Kanäle seien nur bedingt eine Alternative. Deshalb sind aktuell noch einige Plätze für eine Ausbildungspatenschaft unbesetzt. Das Angebot richtet sich an Interessierte ab der 8. Klasse – das Höchstalter ist 27 Jahre.

Auch neue Paten aus der Region könne man gebrauchen, betont Messing. Aktuell stehen 14 Ehrenamtliche zur Verfügung. Sie gehen unterschiedlichen Berufen nach, einige sind bereits in Rente. Die meisten kommen einmal wöchentlich für rund zwei Stunden mit ihren Schützlingen zusammen. „Häufig bleiben sie längerfristig in Kontakt.“

Noch bis zum Ende des Jahres fördert die Deutsche Postcode-Lotterie das Projekt. „Die Anschlussfinanzierung ist noch nicht gesichert“, sagt Messing. Deswegen sei man auf der Suche nach „starken Netzwerkpartnern, die das Projekt partnerschaftlich unterstützen“. Finanzielle Mittel werden unter anderem für regelmäßige Team-Treffen, Supervision und Schulungen benötigt. Weitere Informationen gibt es bei Stiftungskoordinatorin Anette Messing unter Tel. 01 76 12 47 50  00, per Mail oder im Internet.

https://ipd-sg.de/stiftung/projekte/bergischer-ausbildungspate

stiftung@ipd-sg.de

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