Riesen-Stromautobahn

Netzbetreiber stellt möglichen Trassenverlauf vor

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Die noch nicht ans Stromnetz angeschlossenen Stromleitungen des noch im Bau befindlichen Umspannwerkes in Wesel. Foto: Roland Weihrauch

Wesel (dpa) - Der Stromnetzbetreiber Amprion hat mögliche Trassenkorridore für die geplante Stromautobahn zwischen Emden an der Nordsee und Meerbusch-Osterath im Rheinland vorgestellt.

Die Korridore geben eine erste Richtung vor, wie der Verlauf der mehr als 300 Kilometer langen Erdkabeltrasse aussehen könne, wie das Unternehmen in Wesel mitteilte. Das Großprojekt soll Windstrom aus dem Norden in den Süden bringen.

Den bisherigen Planungen zufolge soll die Gleichstromverbindung A-Nord am dicht besiedelten Ruhrgebiet vorbeiführen. Ausgehend von einem Konverter in Emden plant Amprion die Trassenverläufe derzeit durch die Landkreise Leer, Emsland und die Grafschaft Bentheim.

In Nordrhein-Westfalen sind dann Trassenverläufe durch das westliche Münsterland und im Bereich des Niederrheins angedacht. Die genaue Trassenführung sei aber bislang ebenso wenig festgelegt, wie die Stellen, an denen die Leitung die Ems und den Rhein überquert, hieß es vom Unternehmen.

Die Veröffentlichung der Trassenkorridore soll der Auftakt für einen intensiven Bürgerdialog sein. "Unser Ziel ist es, dort viele wertvolle Hinweise zu bekommen, mit denen wir unsere Planung weiter verfeinern und optimieren können", sagte A-Nord-Projektleiter Klaus Wewering. Im August und September sollen dazu bei 15 Terminen Bürger entlang der Korridore über das Projekt informiert werden. Im März 2018 will Amprion dann der Bundesnetzagentur einen Vorzugskorridor vorschlagen. Die Stromautobahn soll 2025 in Betrieb gehen.

Projektbeschreibung A-Nord

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