Minizinsen und Regulierungsaufwand: Banken kappen Jobs

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Deutsche Bank-Filiale in Frankfurt: Das Privatkundengeschäft ist ein Sorgenkind dwer Institute. Foto: Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutsche Bankenbranche steht einer Umfrage zufolge vor einer neuen Sparwelle. Fast jedes zweite Institut (46 Prozent) plant, im laufenden Jahr die Zahl seiner Mitarbeiter zu verringern.

Mit Einschnitten ist nach der Studie des Beratungsunternehmens EY (Ernst & Young) vor allem im Privat- und Firmenkundengeschäft zu rechnen. Dort ist der Wettbewerb besonders hart. Nur jede fünfte deutsche Bank (21 Prozent) will demnach in diesem Jahr zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

"Im aktuellen Niedrigzinsumfeld gibt es für die Banken kaum noch etwas zu verdienen - gleichzeitig drängen immer neue Wettbewerber auf den deutschen Markt und verstärken den ohnehin sehr hohen Preisdruck. Hinzu kommen die weiter steigenden regulatorischen Anforderungen", erklärte EY-Partner Claus-Peter Wagner. "Die Situation in der deutschen Bankenbranche bleibt also schwierig, die Gewinne dürften vorläufig auf niedrigem Niveau verharren."

Vier von zehn Banken (40 Prozent) in Deutschland wollen demnach ihre Kosten in erheblichem Umfang drücken, etwa jedes zehnte Institut (12 Prozent) erwägt radikalere Maßnahmen wie den Verkauf von Geschäftsbereichen. Befragt wurden für das EY-"Bankenbarometer" 226 Banken in Europa, darunter 50 in Deutschland. In den einzelnen Regionen stehen die Institute - mit Ausnahme Österreichs - für mindestens 50 Prozent des Marktes.

Auch in anderen europäischen Bankenmärkten sei die Stimmung eher trüb, stellten die Experten fest. Im europäischen Durchschnitt sind die Zahlen allerdings nicht ganz so pessimistisch wie in Deutschland: 43 Prozent der Institute planen demnach einen Stellenabbau, 29 Prozent wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

EY zum Bankenmarkt

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