Mexiko will sich unabhängig vom Ölgeschäft machen

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Erdölförderung im mexikanischen Bundesstaat Tabasco. Foto: Pemex

Villahermosa (dpa) - Angesichts des niedrigen Ölpreises will Mexiko seine Wirtschaft auf eine breitere Basis stellen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) mexikanischen Öls war zuletzt eingebrochen, von rund 100 US-Dollar auf derzeit 35 Dollar.

Für die besonders vom Ölgeschäft abhängigen Bundesstaaten Tabasco und Campeche an der Golfküste kündigte Präsident Enrique Peña Nieto ein Konjunkturpaket in Höhe von 5,4 Milliarden Pesos (275 Mio Euro) an.

Die Mittel sollen über günstige Kredite und öffentliche Infrastrukturmaßnahmen in die Region fließen und die Wirtschaft diversifizieren. So sollen der Tourismus und die Fischerei in der Region gestärkt werden.

Vor allem die Öl produzierenden Bundesstaaten an der Golfküste leiden unter dem jüngsten Preisverfall. Allein in Campeche, Tabasco und Veracruz gingen innerhalb von einem Jahr über 40 000 Arbeitsplätze verloren. Die Wirtschaftsleistung von Campeche brach um 6,5 Prozent ein.

Der Energiesektor trägt rund 19 Prozent zum mexikanischen Staatshaushalt bei. Im Jahr 2012 waren es noch knapp 40 Prozent gewesen. Während 1980 Ölprodukte noch 67 Prozent aller mexikanischen Exporte ausmachten, sind es derzeit nur noch sieben Prozent.

Mitteilung Regierung

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