Auftrieb im dritten Quartal

Lufthansa trotzt Pilotenstreiks

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Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr in Berlin. Foto: Jörg Carstensen/Archiv

Frankfurt/Main - Billiges Kerosin und eine starke Ticketnachfrage haben der Lufthansa nach Einschätzung von Branchenbeobachtern im dritten Quartal Auftrieb gegeben.

Einige erwarten, dass Vorstandschef Carsten Spohr bei der Präsentation der Zwischenbilanz heute sogar die Gewinnprognose für das laufende Jahr anhebt - trotz ungelöster Konflikte mit Piloten und Flugbegleitern.

Von der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX befragte Analysten rechnen damit, dass Europas größter Luftverkehrskonzern die gut 1000 Flüge, die durch einen Pilotenstreik im September ausfielen, gut verkraftet hat. Sie erwarten für die Monate Juli bis September im Schnitt einen Konzernumsatz von 8,96 Milliarden Euro, rund sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Gewinn dürfte demnach unter dem Strich um 34 Prozent auf 751 Millionen Euro geklettert sein.

Die Piloten hatten ihren Streik im September nach einer Gerichtsentscheidung abbrechen müssen. Das Gericht sah den Ausstand als rechtswidrig an, weil er auf eine stärkere Mitsprache der Piloten beim Low-Cost-Konzept "Eurowings" abziele. Mit der Billigtochter, die niedrigere Gehälter zahlt als die Lufthansa-Kerngesellschaft, will Konzernchef Spohr gegen Rivalen wie Ryanair und Easyjet punkten.

dpa

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