Anstatt Streikdrohung

Lufthansa fordert Cockpit zu Gesprächen auf

Frankfurt/Main - Die Lufthansa hat die Vereinigung Cockpit (VC) im Tarifstreit der Piloten aufgefordert, statt der angedrohten Streiks mit konkreten Vorschlägen an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

„Wir wissen nicht genau, was die Gewerkschaft für Vorstellungen hat. Das gilt vor allem für die Übergangsversorgung“, sagte Lufthansa-Kommunikationschefin Barbara Schädler am Samstag. „Cockpit hat sich bislang nicht konkret dazu geäußert.“ Der Konzern sei zu weiteren Gesprächen bereit. Die Gewerkschaft müsse aber ein Zeichen geben, weil Cockpit die Gespräche für gescheitert erklärt habe.

Hintergrund für den Tarifkonflikt ist ein Streit vor allem über die Übergangsrente für die Piloten. Deshalb hatte es bereits im April massive Flugausfälle gegeben. Nach VC-Angaben muss deshalb „ab sofort“ mit Streiks gerechnet werden.

Nach Angaben Schädlers will die Airline im Notfall einen Teil ihres üblichen Angebots erneut mit freiwilligen Piloten und Managern mit Pilotenschein stemmen. Im April hatte die Lufthansa nach eigenen Angaben mit rund 190 freiwilligen Piloten inklusive rund 100 Managern mit Pilotenschein rund 10 Prozent des üblichen Angebots aufrecht gehalten. Außerdem hatte die Bahn Sonderzüge eingesetzt.

dpa

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