Postbank-Übernahme

Investoren verklagen Deutsche Bank auf 740 Millionen Euro

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Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt

Auf die Deutsche Bank rollt eine unangenehme Klage zu: 30 Investoren aus dem In- und Ausland wollen hunderte Millionen Euro von dem Institut. 

Frankfurt am Main - Mehr als 30 deutsche und internationale Investoren haben die Deutsche Bank einem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge auf die Zahlung von rund 740 Millionen Euro verklagt. Wie das Magazin am Mittwoch berichtete, werfen sie der Bank vor, ihnen bei der Übernahme der Postbank zu wenig für ihre Aktien gezahlt zu haben und fordern einen Ausgleich dafür. Im Zentrum der Klage steht die Frage, wann genau die Deutsche Bank die Kontrolle über die Postbank übernahm.

Im Oktober 2010 hatten die Investoren das Angebot der Deutschen Bank von 25 Euro pro Postbank-Aktie angenommen. Nun argumentieren sie dem Bericht zufolge, dass die Deutsche Bank bereits Mitte September 2008 die Kontrolle über die Postbank übernommen habe, als sie einen Anteil von knapp 30 Prozent vom damaligen Mehrheitseigentümer Deutsche Post erwarb. Da der Kurs der Postbank-Aktie damals deutlich höher lag, sollen den Aktionären rund 64 Euro pro Anteilsschein zugestanden haben.

Deutsche Bank hält Forderungen für unbegründet

"Die Deutsche Bank hat maßgeblich in das Geschäft der Postbank eingegriffen und so die Kontrolle übernommen", sagte Anwalt Oliver Krauss von der Münchner Kanzlei Tricon der Wirtschaftswoche. Er hatte die Klage der insgesamt 31 Investoren kurz vor Jahresschluss beim Kölner Landgericht eingereicht. Ein Sprecher der Deutschen Bank teilte mit, das Institut halte "die geltend gemachten Ansprüche für unbegründet".

Ziel der Übernahme soll der Klage zufolge weniger die Stärkung des Privatkundengeschäfts als die Sanierung der Postbank durch die Deutsche Bank gewesen sein. Das Bonner Institut habe wegen der Finanzkrise dringend Kapital benötigt und die Post habe schweren Schaden durch eine Schieflage ihrer Beteiligung verhindern wollen.

AFP

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