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Hartz-IV-Empfänger bleiben trotz höherem Regelsatz auch 2022 auf Stromkosten sitzen 

Jobcenter: Zum Jahreswechsel steigt der Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger um drei Euro. Doch die steigenden Stromtarife werden dadurch auch künftig nicht aufgefangen.
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Jobcenter: Zum Jahreswechsel steigt der Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger um drei Euro. Doch die steigenden Stromtarife werden dadurch auch künftig nicht aufgefangen.

Der Regelsatz für Hartz IV wird zum Jahreswechsel leicht angehoben. Doch die steigenden Strompreise werden kaum berücksichtigt. Für Hartz IV-Empfänger wird das zum immer größeren Problem.

Heidelberg - Hartz-IV-Empfänger werden zum Jahreswechsel* trotz der Erhöhung der Regelsätze weiterhin nicht genug Geld zur Deckung ihrer Stromkosten erhalten. Für Alleinlebende belaufe sich die Lücke auf durchschnittlich 95 Euro pro Jahr, hat das Vergleichsportal Verivox ausgerechnet.

Zum 1. Januar 2022 steigt der Regelsatz für einen alleinstehenden Erwachsenen um 3 Euro auf 449 Euro pro Monat. Davon sind laut Verivox rein rechnerisch 36,44 Euro für die Begleichung der Stromrechnung vorgesehen. Die Stromkosten eines Singlehaushalts mit einem Verbrauch von 1500 Kilowattstunden beliefen sich im Bundesdurchschnitt jedoch auf monatlich 44,33 Euro.

Video: Kritik am neuen Hartz-IV-Regelsatz

Sozialverbände und Verbraucherschützer kritisieren seit langem, dass in den Hartz-IV*-Sätzen der Anteil für Strom nicht ausreiche. Die Betroffenen seien wegen der knappen Sätze häufig nicht in der Lage, die hohen Stromkosten durch Einsparungen an anderer Stelle auszugleichen. Die Sätze müssten sich stärker am tatsächlichen Strombedarf orientieren.

Hartz IV: Strompreis steigt deutlich schneller als Regelsatz

Seit der Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 sei der Regelsatz schrittweise um rund 30 Prozent gestiegen, betonte Verivox. Die Strompreise hätten sich im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 59 Prozent verteuert, in der Grundversorgung sogar um 80 Prozent. Die Lücke zwischen den Stromanteil im Hartz-IV-Satz und den tatsächlichen Kosten sei deshalb gewachsen. (dpa/utz) *Merkur.de ist Teil von IPPEN.DIGITAL.

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