Fipronil-Skandal

Flüssig-Ei mit Fipronil-Belastung auch in Spanien entdeckt

In Millionen von Eiern wurde eine zu hohe Dosis von Fipronil festgestellt. Inzwischen sollen auch in Spanien belastete Produkte aufgetaucht sein.

Im Fipronil-Skandal sind inzwischen auch in Spanien belastete Produkte aufgetaucht. Eine Sprecherin der Regionalregierung des nordspanischen Baskenlandes sagte der Nachrichtenagentur AFP am Samstag, in einem dortigen Lebensmittelunternehmen seien 20.000 belastete Chargen Flüssig-Ei gefunden worden, die jedoch noch nicht für die Lebensmittelproduktion verwendet worden seien. Sie seien also nicht in die Nahrungsmittelkette gelangt. Die belasteten Produkte sollen vernichtet werden. Laut Medienberichten gelangten sie offenbar über Frankreich nach Spanien.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin hatte am Freitag angekündigt, dass es bereits am Rande des bevorstehenden Agrarministertreffens in Tallinn am 4. und 5. September "bilaterale Gespräche" zur Fipronil-Belastung zwischen EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis und den Vertretern betroffener Mitgliedstaaten geben werde. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), der ein solches Treffen für Anfang September vorgeschlagen habe, habe mit Andriukaitis telefoniert, teilte das Ministerium mit.

Andriukaitis hatte mitgeteilt, ein Treffen der zuständigen Minister und von Behördenvertretern der betroffenen Länder solle stattfinden, sobald alle Fakten auf dem Tisch lägen. Inzwischen sind 16 europäische Staaten von dem Fipronil-Skandal betroffen. Der Eier-Skandal ist der größte europäische Lebensmittelskandal seit der Entdeckung von als Rindfleisch deklariertem Pferdefleisch 2013. Millionen Eier wurden aus Supermarktregalen entfernt.

afp

Rubriklistenbild: © AFP

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