Flixbus-Chef

Fernbusmarkt wird nicht von Air-Berlin-Insolvenz profitieren

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"Ich glaube, die Passagierkapazität wird erhalten bleiben und von anderen Airlines bedient werden", sagt André Schwämmlein. Foto: Sophia Kembowski

Berlin (dpa) - Der Fernbusmarkt wird nach Einschätzung des Flixbus-Chefs André Schwämmlein nicht von der Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin profitieren.

"Ich glaube, die Passagierkapazität wird erhalten bleiben und von anderen Airlines bedient werden", sagte Schwämmlein der "Welt am Sonntag". "Ob die Flugtickets dann fünf Prozent mehr kosten, ändert im Fernbusmarkt nichts.". Air Berlin verhandelt derzeit mit Lufthansa und weiteren Interessenten über den Verkauf von Unternehmensteilen.

"Es gibt in Deutschland vielleicht zehn Strecken, die 90 Prozent des Flugverkehrs ausmachen, und wir leben von Hunderten Einzelverbindungen", sagte Schwämmlein. Daher werde die Pleite von Air Berlin sie kaum betreffen. Flixbus dominiert gut vier Jahre nach der Fernbus-Marktfreigabe den deutschen Markt und ist auch in mehreren europäischen Ländern unterwegs.

In diesem Jahr rechnet Schwämmlein mit insgesamt rund 40 Millionen Fahrgästen. Auf die Frage, ab welcher Auslastung sich eine Fahrt lohne, sagte er: "Unter 50 Prozent ist es sehr schwer Geld zu verdienen." Angesprochen auf selbstfahrende Fahrzeuge, sagte er: Bis Busse autonom fahren, werde es sehr lange dauern. "Man kann das am Flugzeug sehen: Im Prinzip kann das allein starten, fliegen und landen. Trotzdem würde sich niemand in ein Flugzeug setzen, das keinen Piloten an Bord hat - ich zumindest nicht."

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