EZB-Chefvolkswirt Praet: Zinsen können weiter sinken

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Das Hochhaus der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main bei Tagesanbruch vor der Skyline der Stadt.

Rom - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat nach Aussage ihres Chefvolkswirts Peter Praet die Grenzen der Geldpolitik im Kampf gegen die schwache Wirtschaft und eine zu niedrige Inflation noch nicht erreicht.

Sollten negative Schocks den konjunkturellen Ausblick verschlechtern und die Inflationserwartungen weiter schwach bleiben, gehöre eine Zinssenkung weiterhin zum verfügbaren Arsenal, versicherte Praet in einem Interview in der italienischen Zeitung "La Repubblica".

Zuletzt hatte die EZB in der vorigen Woche in einem für die Finanzmärkte überraschenden Rundumschlag die Leitzinsen gesenkt. Der Hauptrefinanzierungssatz liegt seitdem bei Null und der Zinssatz für Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB wurde auf minus 0,4 Prozent gesenkt. Praet geht derzeit davon aus, dass die zuletzt ergriffenen Maßnahmen reichen werden, um dem anvisierten Inflationsziel von knapp zwei Prozent bis 2018 nahezukommen.

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