Waren im Gesamtwert von 97,5 Milliarden Euro

Exporte der deutschen Elektroindustrie ziehen an

Die deutsche Elektroindustrie liefert weiter kräftig Waren in alle Welt. Für das Gesamtjahr 2017 wird sogar ein Umsatzrekord angepeilt. Selbst die Brexit-Verhandlungen trüben die Bilanz nicht.

Frankfurt/Main - Ein deutliches Exportplus im ersten Halbjahr nährt die Zuversicht der deutschen Elektroindustrie. In den ersten sechs Monaten des Jahres exportierte die Branche Waren im Gesamtwert von 97,5 Milliarden Euro, wie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) am Mittwoch in Frankfurt/Main mitteilte. Das seien 10,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitrum. Die Branche peile für das Gesamtjahr einen Umsatzrekord an.

Hauptabnehmerländer für Waren „Made in Germany“ waren nach Verbandsangaben im ersten Halbjahr nach wie vor China (9,1 Mrd Euro/plus 17,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum), die USA (8,6 Mrd Euro/plus 8,5 Prozent) und Frankreich (6,1 Mrd Euro/plus 6,7 Prozent).

Selbst die laufenden Verhandlungen über den britischen EU-Austritt trübten die Bilanz nicht. „Trotz Brexit-Unsicherheit haben die heimischen Elektroausfuhren nach Großbritannien im ersten Halbjahr um 8,0 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zulegen und damit Platz 4 behaupten können“, erklärte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Und das obwohl der Euro in diesem Zeitraum weiter gegenüber dem britischen Pfund an Wert gewonnen habe. Das verteuert Ausfuhren aus dem Euroraum tendenziell.

Der Juni gab der heimischen Branche noch einmal kräftig Aufwind: Die Elektroexporte stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,7 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro. Ein noch höherer absoluter Ausfuhrwert wurde nach ZVEI-Angaben zuvor nur einmal, im März 2017, erreicht.

dpa

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