Volksentscheid im September

Dobrindt legt im Streit um Flughafen Tegel nach

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Die Berliner befinden am 24. September in einem Volksentscheid darüber, ob der Senat einen Weiterbetrieb Tegels veranlassen soll. Foto: Jan Woitas

Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat im Streit um den Weiterbetrieb des Flughafens Berlin-Tegel nachgelegt. Die Bundeshauptstadt brauche zwei Flughäfen, sagte Dobrindt dem Magazin "Focus".

"Denn die Kapazität des neuen Hauptstadtflughafens BER ist zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme - egal, wann das ist - bereits erschöpft." Dieses Jahr beförderten die beiden Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel rund 34 Millionen Passagiere, für 2025 seien 43 Millionen prognostiziert.

Im ersten Halbjahr wurde 16,3 Millionen Passagiere in Schönefeld und Tegel abgefertigt, wie die Flughafengesellschaft am Freitag mitteilte. Das ist ein Zuwachs von 6,8 Prozent im Vergleich zur ersten Jahreshälfte. Der Anstieg wurde überwiegend von Schönefeld getragen: Allein dort kamen 898 000 Fluggäste hinzu, in Tegel waren es 144 000 mehr.

Beide Airports sind längst am Rande ihrer Kapazität. Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens ist seit fast sechs Jahren überfällig, inzwischen ist auch die geplante Eröffnung 2018 unsicher.

Die Berliner befinden am 24. September in einem Volksentscheid darüber, ob der Senat einen Weiterbetrieb Tegels veranlassen soll. Dobrindt sagte, als Berliner würde er "ganz klar für den Erhalt des Flughafens Tegel und den Parallelbetrieb des BER" stimmen. Im Falle eines klaren Votums pro BER "sollte das richtungsweisend für die Politik sein".

Nach dem ersten Vorstoß Dobrindts für eine Offenhaltung Tegels vor zwei Wochen hatte eine Regierungssprecherin klargestellt, der Bund stehe zu dem Beschluss, Tegel nach der BER-Eröffnung zu schließen.

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