Angebot an Kleinaktionäre

Deutsche Bank treibt Verkauf von Postbank voran

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank treibt den Verkaufsprozess der Postbank voran. Dafür kauft das Geldinstitut jetzt vor allem die Anteile anderer Aktionäre.

Dazu will das größte deutsche Kreditinstitut zunächst sämtliche Anteile der Postbank übernehmen und zahlt den anderen Aktionären im Gegenzug eine Abfindung von 35,05 Euro je Aktie an, wie die Postbank am Dienstagabend mitteilte. Da sich noch etwa sieben Millionen Aktien in Streubesitz befinden, lässt sich die Deutsche Bank die Übernahme der restlichen Anteile insgesamt 245,4 Millionen Euro kosten. Die Abfindung liegt allerdings unter dem Schlusskurs vom Dienstag von 36,40 Euro.

Die Postbank befindet sich zu 96,8 Prozent im Besitz der Deutschen Bank. Letztere hatte Ende April bekannt gegeben, sich von der Postbank trennen zu wollen. Dazu will sie ihre Tochtergesellschaft von der Börse nehmen und dann - ohne die verbliebenen Kleinaktionäre - über einen neuen Börsengang verkaufen. Die Hauptversammlung der Postbank soll am 28. August die Übernahme der Aktien der Minderheitsaktionäre gegen Zahlung einer Zwangsabfindung beschließen.

AFP

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