Börse in Frankfurt

Dax auf dem Weg zum Rekord

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Freitag nach einem verhaltenen Handelsverlauf doch noch zum Endspurt angesetzt. Kurz vor Börsenschluss erhielt der Leitindex überraschend Aufwind und übersprang erstmals wieder seit April 2015 die Marke von 12 300 Punkten.

Bereits in der neuen Woche dürfte der deutsche Leitindex nun die Hürde von 12 400 Punkten ins Visier nehmen und damit so hoch steigen wie noch nie in seiner 29-jährigen Geschichte. Unterdessen markierte der Index der mittelgroßen Werte, der MDax, bereits wieder ein Rekordhoch.

Am Ende eines starken ersten Quartals stand für den Dax am Freitag ein Plus von 0,46 Prozent bei einem Index-Stand von 12 312,87 Punkten. Das Wochenplus beläuft sich damit auf 2,0 Prozent. In den ersten drei Monaten des Jahres summiert sich der Gewinn auf 7,2 Prozent.

Der MDax erklomm vor dem Wochenende mit plus 0,46 Prozent auf 23 904,08 Punkte einen Höchststand. Der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,32 Prozent auf 2046,86 Punkte zu.

Im Dax profitierten RWE von einer positiven Studie der Investmentbank Oddo Seydler, die die Aktien des Versorgers nun zum Kauf empfiehlt. Mit einem Plus von 2,98 Prozent setzten sie sich an die Index-Spitze.

Im MDax zählten dagegen die Anteilsscheine von Salzgitter mit minus 0,86 Prozent zu den größten Verlierern. Die US-Regierung wirft einer Reihe ausländischer Stahlhersteller Preis-Dumping vor, darunter den deutschen Firmen Salzgitter und Dillinger Hütte, die die Vorwürfe allerdings zurückwiesen. US-Handelsminister Wilbur Ross drohte mit Konsequenzen wie etwa rückwirkenden Zöllen. Die Aktien von Thyssenkrupp legten im Dax daraufhin nur unterdurchschnittlich um 0,07 Prozent zu. Im Kleinwerte-Index SDax waren die Titel des Stahlhändlers Klöckner & Co Schlusslicht mit minus 1,98 Prozent.

Außerhalb der wichtigen Indizes rückten zudem erneut die Aktien von Aurelius in den Blick, die letztlich um 5,22 Prozent nachgaben. Die Beteiligungsgesellschaft war vor wenigen Tagen in die Schusslinie des Leerverkäufers Gotham City Research geraten. Die Aktie brach um fast 50 Prozent ein, bevor sie sich wieder etwas erholte. Gotham hatte die Anleger mit einer Studie stark verunsichert. Inzwischen wurde die Leerverkaufsposition in Aurelius allerdings fast komplett wieder abgebaut. Leerverkäufer setzen auf fallende Aktienkurse. Daher verkaufen sie Aktien, ohne sie vorher zu besitzen. Sie leihen sich diese also lediglich aus. Wenn der Kurs dann fällt, können sie diese Papiere günstiger kaufen und streichen die Spanne zwischen Verkaufskurs und Kaufkurs als Gewinn ein.

Europaweit verbuchten die Aktienmärkte mehrheitlich Gewinne: Der EuroStoxx 50 beendete den Handel mit plus 0,56 Prozent auf 3500,93 Punkte und auch in Paris legte der CAC 40 zu. Die Londoner Börse schloss im Minus. In den USA gab das Wall-Street-Börsenbarometer Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,1 Prozent nach, während die Nasdaq-Indizes minimal zulegten.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,10 Prozent am Vortag auf 0,11 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,06 Prozent auf 141,93 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,02 Prozent auf 161,40 Punkte zu. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0691 (Donnerstag: 1,0737) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9354 (0,9314) Euro.

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