48-jähriger Investmentbanker

Carsten Kengeter ist neuer Börsen-Chef

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Der bisherige Chef, Reto Franciono (r), hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch vorzeitig verlassen. Carsten Kengeter (l) übernimmt.

Frankfurt/Main - Der Investmentbanker Carsten Kengeter (48) hat als Nachfolger von Reto Francioni offiziell die Führung des Dax-Konzerns übernommen.

Der 59-Jährige verließ das Unternehmen nach fast zehn Jahren auf dem Chefsessel auf eigenen Wunsch vorzeitig Ende Mai. Der Frankfurter Marktbetreiber erhofft sich von seinem neuen Vorstandsvorsitzenden Auftrieb im Auslandsgeschäft. Kengeter selbst hatte bei der Hauptversammlung vor gut zwei Wochen gesagt, er sehe interessante Wachstumsperspektiven im asiatisch-pazifischen Raum.

Zudem kann die Börse nach seiner Einschätzung ein Profiteur schärferer Regeln für die Finanzmärkte sein: "Für die Börse als Bindeglied zwischen Regulierer und Regulierten sehe ich durchaus weiteres Wachstumpotenzial."

Für Kengeter ist der Sprung an die Spitze der Deutschen Börse ein Comeback: Der Zockerskandal bei der Schweizer Großbank UBS im September 2012 hatte zu einem Knick in seiner bis dato steilen Karriere geführt. Der Londoner Händler Kweku Adoboli hatte die UBS mit betrügerischen Deals um 2,3 Milliarden Dollar gebracht und machte auch seinen Vorgesetzten Vorwürfe. Kengeter wurde die Verantwortung für das Investmentbanking entzogen, schließlich verließ er die UBS.

dpa

Informationen zur Hauptversammlung 2015

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