Stromversorger Energy2day

Bundesnetzagentur verhängt Rekordstrafe wegen Telefonwerbung

+
Dreiste Werbeanrufe: Es ist das erste Mal, dass die Bundesnetzagentur ihren Bußgeldrahmen voll ausschöpft. Foto: Sebastian Kahnert

Wegen unerlaubter Telefonwerbung hat die Bundesnetzagentur ein Rekordbußgeld wegen den Stromversorger Energy2day verhängt.

Bonn - Wie die Behörde mitteilte, waren rund 2500 Beschwerden über die Werbeanrufe der Firma eingegangen. Es ist das erste Mal, dass die Bundesnetzagentur ihren Bußgeldrahmen voll ausschöpft.

Nach Angaben der Aufsichtsbehörde hatten sich Anrufer im Auftrag von Energy2day wiederholt als Mitarbeiter oder Partner der örtlichen Energieversorger ausgegeben und versucht, die Verbraucher zu einem Anbieterwechsel zu bewegen. Teilweise seien die Anrufe von Subunternehmen aus dem Ausland getätigt worden. Die Strafe ist noch nicht rechtskräftig, der Stromanbieter kann beim Amtsgericht Bonn Einspruch gegen die Entscheidung einlegen.

Energy2day ist kein Einzelfall: 2017 waren bei der Bundesnetzagentur rund 26 000 schriftliche Beschwerden über Anbieter eingegangen. Schon im Vorjahr hatte es einen Zuwachs gegeben. Telefonwerbung unterliegt in Deutschland strengen Regeln. Niemand darf zu Werbezwecken angerufen werden, ohne dass er vorher ausdrücklich zugestimmt hat.

dpa

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.


Es gelten die Datenschutzbestimmungen unserer Webseite.

Meistgelesen

Rückruf bei Kaufland: Produkt mit Bakterien verseucht

Rückruf bei Kaufland: Produkt mit Bakterien verseucht

Kunde freut sich auf Pizza „Grande“ und erlebt herbe Enttäuschung

Kunde freut sich auf Pizza „Grande“ und erlebt herbe Enttäuschung

Aldi wirft beliebte Eigenmarken aus dem Sortiment - Das ist der Grund

Aldi wirft beliebte Eigenmarken aus dem Sortiment - Das ist der Grund

Flughäfen spüren Air-Berlin-Lücke noch immer

Flughäfen spüren Air-Berlin-Lücke noch immer

EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor

EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren