BIZ: Faule Kredite weiter großes Problem europäischer Banken

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Faule Kredite in den Büchern von Banken haben nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) gerade in der Eurozone weiter große Sprengkraft. Foto: Georgios Kefalas/Archiv

Basel (dpa) - Faule Kredite in den Büchern von Banken haben nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) gerade in der Eurozone weiter große Sprengkraft.

Das Problem von ausfallgefährdeten Darlehen sei noch nicht gelöst, kritisierte die "Zentralbank der Zentralbanken" in ihrem Jahresbericht. Die historischen Niedrigzinsen verschleierten bislang noch das Ausmaß der Gefahren. So könnten Banken drohende Abschreibungen derzeit noch aufschieben.

Faule Kredite seien aber weiter eine große Bedrohung für die ohnehin schon schwache Profitabilität vieler Institute, erklärte die BIZ, in der sich die wichtigsten Notenbanken der Welt zusammengeschlossen haben. Das könne auch die Vergabe neuer Kredite hemmen. Deshalb riefen die Experten die Politik in den betroffenen Ländern zu Unterstützung für die Institute auf. Die Vorteile solcher Hilfen für die gesamte Volkswirtschaft dürften wettbewerbsrechtliche Bedenken überwiegen, heißt es in dem Bericht.

In der Vergangenheit hätten sich etwa steuerliche Vorteile und der Abbau von Hindernissen bei Umschuldungen bewährt und dazu geführt, dass die Banken ihre Probleme in den Griff bekamen. Dazu könnten etwa öffentliche Fonds beitragen, die faule Kredite zu klar beschriebenen Konditionen übernehmen könnten. In Italien ist im Frühjahr ein solcher Fonds ins Leben gerufen worden, um den Banken beim Abbau ihrer Altlasten zu helfen.

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