Beschäftigte profitieren von Mini-Inflation

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Die anhaltend niedrige Inflation bringt immer mehr Arbeitnehmern reale Lohnzuwächse ein. Foto: Oliver Berg

Wiesbaden (dpa) - Die Beschäftigten in Deutschland haben 2015 dank der niedrigen Inflation deutliche Einkommenszuwächse erzielt.

Die Bruttolöhne stiegen um 2,7 Prozent, abzüglich der Inflation blieb ein Plus von 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Das sind zwar 0,1 Prozentpunkte weniger als zunächst geschätzt. Es ist aber immer noch der stärkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008. Wegen der geringen Teuerung (plus 0,3 Prozent) schlugen die Lohnerhöhungen nahezu vollständig auf die Reallöhne durch, so dass die Menschen eine höhere Kaufkraft hatten.

Besonders stark stiegen die Bruttoverdienste ungelernter Arbeiter (+4,1 Prozent) und geringfügig Beschäftigter (+4,6 Prozent). Welche Rolle die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro je Stunde zum 1. Januar 2015 gespielt habe, lasse sich auf Basis der vorliegenden Daten nicht quantifizieren, erklärten die Statistiker.

Mitteilung Bundesamt

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