Reform geplant

Bericht: Bahn will über 600 Millionen Euro sparen

Berlin - Bei der geplanten Bahn-Reform soll es nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" vor allem in der Verwaltung und Unternehmensleitung spürbare Einschnitte geben.

In den kommenden fünf Jahren sollen offenbar allein im Personalwesen und Marketing, den Abteilungen Kommunikation und Compliance 610 Millionen Euro eingespart werden, wie die Zeitung berichtete. Die Pläne könnten demnach womöglich noch im Juli Thema im Aufsichtsrat sein. Ein Bahnsprecher wollte sich auf Anfrage am Sonntag nicht zu dem Bericht äußern.

Die Umbaupläne sehen nach Informationen der Zeitung eine "umfassende Bündelung und Verschlankung" des Konzerns und seiner Strukturen vor. Letztlich stünden alle Sparten auf den Prüfstand, auch das Logistikgeschäft, vor allem aber der Personenfern- und Güterverkehr.

Der Fernverkehr der Bahn leidet unter der starken Konkurrenz durch die Busanbieter. Auch der Schienengüterverkehr kommt trotz jahrelanger Sanierungsbemühungen nicht in Fahrt. Bahn-Chef Rüdiger Grube denkt laut "WamS" nun sogar darüber nach, den Vorstand zu verkleinern. Logistik-Chef Karl-Friedrich Rausch geht Ende des Jahres in den Ruhestand. "Der Logistikchef muss nicht unbedingt Konzernvorstand sein", zitierte das Blatt dazu ein Aufsichtsratsmitglied.

AFP

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