Für Opfer von Schlammlawine

Umweltkatastrophe in Brasilien: Pearl Jam spendet

Seattle - Die US-Rockband Pearl Jam will 100.000 Dollar (94.000 Euro) an die Opfer der giftigen Schlammlawine in Brasilien spenden.

"Pearl Jam wird 100.000 Dollar spenden, um den von der Tragödie betroffenen Kommunen in Brasilien zu helfen", teilte die Band am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Fans wurden aufgerufen, sich an Spenden zu beteiligen. Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder hatte kürzlich ein Konzert in der brasilianischen Stadt Belo Horizonte unterbrochen und harte Strafen für den Minenbetreiber hinter der Katastrophe gefordert.

Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder.

Am 5. November war im Bundesstaat Minas Gerais der Damm eines Klärbeckens mit giftigen Stoffen aus der Bergwerksindustrie gebrochen. Der Schlamm begrub das Bergarbeiterdorf Bento Rodrigues unter sich, mindestens 13 Menschen wurden getötet. Die giftigen Schlammmassen verschmutzen den Fluss Río Doce und flossen zum Atlantik. Nach Regierungsangaben handelt es sich um die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes.

Brasilien hatte in der vergangenen Woche Zivilklage gegen BHP Billiton und dessen Partner Vale angekündigt. Beiden Konzernen zusammen gehört der Minenbetreiber Samarco. Brasilien fordert 5,2 Milliarden Dollar für die Säuberungsarbeiten und als Entschädigung.

Brasilien: Schlimmste Umweltkatastrophe seit Langem

Verzweifelte Menschen nach Schlammlawine in Dorf in Brasilien

afp

Rubriklistenbild: © AFP

Kommentare

Meistgelesen

Trump und Spicer: Emmys werden zur Polit-Show
Trump und Spicer: Emmys werden zur Polit-Show
„Wer wird Millionär“: Jauch spricht über Zukunft des TV-Quiz
„Wer wird Millionär“: Jauch spricht über Zukunft des TV-Quiz
Aus für Frank Elstners „Große Show der Naturwunder“
Aus für Frank Elstners „Große Show der Naturwunder“
Castingshow „MasterChef“ startet neue Staffel mit Nelson Müller
Castingshow „MasterChef“ startet neue Staffel mit Nelson Müller
Wird dieser Weltmeister Scholl-Nachfolger bei der ARD?
Wird dieser Weltmeister Scholl-Nachfolger bei der ARD?