Für die toten Flüchtlinge im Mittelmeer

Talk-Gast überrumpelt Jauch mit Schweigeminute

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Die Talkgäste und Günther Jauch bei der Schweigeminute.

Berlin  - Gäste und Publikum haben in der ARD-Sendung „Günther Jauch“ spontan der im Mittelmeer gestorbenen Flüchtlinge gedacht. Harald Höppner, der mit seiner privaten Initiative „Sea Watch“ Flüchtlinge auf See retten will, hatte die Aktion in der Live-Sendung am Sonntagabend angeregt.

Moderator Günther Jauch wirkte überrascht von dem Vorschlag seines Talkgastes.

Höppner ging dazu zu Moderator Jauch, Ex-Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und weiteren Gästen aufs Podium. Jauch reagierte überrascht. „Ich würde trotzdem gerne, bei allem Gedenken...“, versuchte er seinen Gast zu unterbrechen. „Man sollte in Deutschland eine Minute Zeit haben, um diesen Menschen zu gedenken“, erwiderte Höppner, bevor die Runde schwieg. Während der Schweigeminute schaute Höppner konzentriert auf seine Uhr, also wolle er die Zeit stoppen. Erst als ihm Jauch zuflüsterte "Sie müssen nicht auf die Uhr kucken", ließ er seinen Blick ab.
„Herr Höppner hat eindrücklich gezeigt, wie sehr ihn das Thema mitnimmt“, sagte Simone Bartsch von der Produktionsfirma i&u der Deutschen Presse-Agentur im Anschluss an die Sendung.

Zuvor war in der Nacht zum Sonntag ein voll besetztes Fischerboot vor der libyschen Küste gekentert, Hunderte Menschen starben.

Hier können Sie die Aktion in der ARD-Mediathek sehen (ab Minute 54)

dpa/mm

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