Sechs Enttäuschungen bei „GoT“

Schlechteste „Game of Thrones“-Folge überhaupt? Serien-Fans laufen Sturm

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„Game of Thrones“: Hier sieht man alles gut - das war in Episode 3 von Staffel 8 nicht selten anders.

Die Schlacht von Winterfell ist geschlagen - doch nicht alle sind mit Episode 3 aus Staffel 8 zufrieden. Welche Enttäuschungen die Fans verkraften müssen.

Achtung - es folgen Spoiler zu „Game of Thrones“.

München/Winterfell - Die letzte „Game of Thrones“-Episode brachte etwas zu Ende, das vor zehn Jahren begann: Der Nachtkönig, Herrscher der finsteren Zombie-Horde, stürmte mit seiner Armee gegen die versammelte Helden-Schar aus Westeros an. Die dritte Episode der finalen achten Staffel brach Rekorde, war unter anderem die meist-betwitterte TV-Episode in der Fernsehgeschichte (acht Millionen Tweets). 17,8 Millionen Menschen sahen zu, so viele wie noch nie bei einer Episoden-Premiere.

Doch so spektakulär sie war: viele Experten und Fans sind enttäuscht darüber, wie „Die lange Nacht“ ablief. Auf dem Filmportal „Rotten Tomatoes“ hat die Episode die schlechteste Wertung einer Game-of-Thrones-Episode seit Staffel fünf (Episode fünf) erhalten und die zweitschlechteste aller GoT-Epsioden überhaupt. 

Mittlerweile wurde bereits Folge fünf ausgestrahlt und hatte die ein oder andere Überraschung für alle Fans parat. Die Simpsons orakelten den Ausgang allerdings schon 2017.

Warum war die dritte Episode der achten Staffel für viele so eine Enttäuschung?

Game of Thrones - Staffel 8: Enttäuschung #1 in Episode 3 - Der falsche Fokus

Die Geschichte, die mit drei Männern der Nachtwache und einem Ausflug jenseits der Mauer zu Beginn der allerersten Folge von „Game of Thrones“ begann, ist nun vorbei: Der Nachtkönig ist tot. Der in so vielen Episoden und Staffeln aufgebaute Erzfeind zerfiel zu Eis. Die große Frage ist für viele Fans nun: Und jetzt?

Es gibt noch drei Episoden, bis „Game of Thrones“ zu Ende erzählt ist. Klar, es steht noch die Auseinandersetzung zwischen den Menschen an sich aus. Cersei Lannister wartet mit einem Weinglas bewaffnet in Königsmund. Dass sie am Ende triumphiert, erscheint angesichts zweier überlebender Drachen zwar unwahrscheinlich, doch dass der Haupt-Endkampf nun zwischen den Targaryen-Sprösslingen und der Lannister-Königin stattfindet, stößt vielen Fans sauer auf.

Der große Spannungsbogen ist geschlossen, das Böse ist besiegt - alles, was danach kommt, wirkt für sie nun wie (unnötiges) Machtgeplänkel. Um mit einer anderer Fantasy-Sage zu sprechen: Es wirkt für viele vielleicht ein wenig so, als würden sich bei „Herr der Ringe“ die Königreiche Rohan und Gondor nach dem Fall Saurons noch einen Grenzkonflikt leisten.

Als mögliche Schurkin könnte immerhin nun nicht nur Cersei dienen - auch die Theorie der „bösen“ Daenerys hat nun Hochkonjunktur. Die Drachenkönigin könnte nach Jons ausgesprochenem Machtanspruch und Jorahs Tod nun endgültig ihre rachsüchtige Seite ausleben. Oder eine ganz andere Theorie kommt in Spiel...

Game of Thrones - Staffel 8: Enttäuschung #2 in Episode 3: „Safe route“ - alle Hauptcharaktere überleben

Ser Jorah ist tot, ebenso wie Nachtwachen-Chef Edd, Jorahs Nichte Lyanna und Theon Greyjoy, der genauso wie Lyanna seinen Heldentod bekam. Doch bei der vermeintlich wichtigsten Schlacht in der Geschichte von Westeros erwarteten viele Zuschauer den einen oder anderen wirklich bedeutsamen Tod einer wichtigen Figur. „Game of Thrones“ war in der Vergangenheit berüchtigt dafür, wichtige Figuren dahinzumeucheln, wenn es niemand erwartet hat - man erinnere sich nur an Robb Stark oder König Joffrey. Nicht so dieses Mal.

Game of Thrones - Staffel 8: Enttäuschung #3 in Episode 3: Zu wenig Licht!

Eine ganz profane Anschuldigung gilt der Beleuchtung der wichtigen Episode. Klar, die Folge heißt „Die lange Nacht“. Klar, die Showrunner wollten der dunklen Stimmung Ausdruck verleihen, die sie über Jahre hin aufgebaut hatten. Doch in genau diesen Momenten, wenn Daenaerys und John den Nachtkönig mit ihren Drachen jagen oder Jamie und Arya zwischen Zombies um ihr Leben kämpfen, nichts zu erkennen, ist verständlicherweise extrem frustrierend.

Game of Thrones - Staffel 8: Enttäuschung #4 in Episode 3: Arya als Überraschungs-Heldin

Viele erwarteten John Snow als den Schlächter des Nachtkönigs. Mit Arya Stark hatte wohl kaum jemand gerechnet, dabei hatten die Verantwortlichen dieses Geheimnis angeblich schon drei Jahre lang gehütet (siehe unten). Wirklich befriedigend kam dieser Twist allerdings vermutlich für die wenigsten, gerade auch, was das „Wie“ angeht. Die Assassinin springt den Schurken buchstäblich aus dem Nichts an. Rundherum ist eine Hundertschaft untätiger Weißer Wanderer postiert. Glaubhaft? Auch Darstellerin Masie Williams erwartete, dass die „Fans es hassen würden“.

So oder so sammeln die Verantwortlichen mit Arya als Heldin zweifellos viele Pluspunkte - sie gilt als einer der absoluten Fanlieblinge.

Game of Thrones - Staffel 8: Enttäuschung #5: Bran als untätiger Dreiäuigiger Rabe

A propos untätig: Bran Stark, seines Zeichens allwissender Seher und Warg, sah sich die Schlacht aus den Augen seiner Raben an - er war vermutlich der einzige, der genug sah. Er fungierte als Köder für den Nachtkönig. Doch ansonsten saß er (wie immer) einfach nur da. Von einem angeblich so mächtigen Wesen hatten sich viele Anhänger vermutlich doch etwas mehr erwartet. 

Game of Thrones - Staffel 8: Enttäuschung #6 in Episode 3: Unglaubwürdige Schlachtstrategien

Dass die Köder-Taktik tatsächlich funktioniert, ist ein weiteres Logikloch in der dritten Episode. Die Menschen Winterfells scheren sich nicht um Kundschafter, die die Position der Zombie-Armee bestimmen - stattdessen lassen sie ihre gesamte Dothraki-Kavallerie wirkungslos in den Feind stürmen. Dass diese Strategie wirklich von den klügsten Köpfen Westeros‘ ausgearbeitet worden sein soll, darf bezweifelt werden. Und selbst Tryion-Schauspieler Peter Dinklage gab zu, dass man auf die wieder aufstehenden Toten in der Krypta (dem „sichersten Ort“) hätte kommen müssen.

Was denken Sie? War für Sie die Episode und das Ende des Nachtkönigs befriedigend? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.

So erklären übrigens die Showrunner ihre Entscheidungen zu Episode 3:

In einer Folge der aktuellen „Game of Thrones“-Staffel ist es zu einer witzigen Panne gekommen. Denn Sie werden kaum glauben, was kurioses man dort in einer GoT-Szene zu sehen bekommt.

cg

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