Trailer zum Film

Distanziertes Loslassen von Allem: "Lichtgestalten"

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Steffen (Max Riemelt) möchte alles hinter sich lassen.

Berlin - "Lichtgestalten" nimmt sich viel vor und fängt gut an: Leider macht der Film über den Ausstieg aus der modernen Welt nicht so weiter.

Alles auf Null. Wer hat nicht schon mal daran gedacht? Kündigen und verschwinden. Neustart. Davon träumen auch Katharina (Theresa Scholze) und Steffen (Max Riemelt) in Christian Moris Müllers Film „Lichtgestalten“. Ein aufstrebendes Berliner Pärchen will den Ausstieg. Das Eigentum vernichten, die Bankkonten löschen. Was bleibt, ist ein sich liebendes Paar. Kann das gutgehen?

Was andere spätestens beim Frühstück wieder verwerfen, lässt Katharina und Steffen nicht los. Die zwei sind wie viele andere: Von der Provinz nach Berlin, Mitte 30, Prestige-Jobs, Smartphones in der Hand und Design-Klassiker in der Altbauwohnung. Aber reicht das? Doch der interessante Ansatz geht nicht wirklich auf. Das Problem an „Lichtgestalten“ ist, dass Katharinas und Steffens Motive und Gefühle nur spärlich durchsickern, das allermeiste ungesagt bleibt. Stattdessen verlässt sich Müller auf die Bildsprache; viele Szenen bleiben in Schemen. Dazu kommt die Kameratechnik – Katharina und Steffen filmen sich permanent mit der Handkamera. Was wahrscheinlich Nähe erzeugen soll, hält den Zuschauer aber auf Distanz.

Auch wenn der Film seltsam sphärisch bleibt, wirft er Fragen auf: Was ist Freiheit? Gibt es ein selbstbestimmtes Leben? Oder ist es Utopie, einzigartig zu sein? Es anders zu machen als die anderen?

„Lichtgestalten“

mit Max Riemelt

Regie: Christian Moris Müller

Laufzeit: 81 Minuten

Urteil: Annehmbar

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie vom Ausstieg träumen.

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