Titelverteidigerin scheitert in Runde eins

Bitteres Aus für Kerber: Deutsche hat Erklärung für das Debakel

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Titelverteidigerin Angelique Kerber ist bei den US Open schon in Runde eins ausgeschieden.

Angelique Kerber sieht die geringe Zeit zur Erholung nach der erfolgreichen Saison 2016 als einen möglichen Grund für ihr schwaches Abschneiden in diesem Jahr.

New York - „Ich würde das letzte Jahr genau so machen. Ich hätte vielleicht nur ein, zwei Wochen länger Urlaub machen sollen, um mich dann komplett zu resetten und neu zu beginnen“, sagte die beste deutsche Tennisspielerin nach ihrem Erstrunden-Aus bei den US Open.

Zum zweiten Mal nach den French Open war die 29-Jährige zuvor mit dem 3:6, 1:6 gegen die Japanerin Naomi Osaka bei einem Grand-Slam-Turnier in diesem Jahr gleich zum Auftakt gescheitert. Als Titelverteidigerin war die Kielerin in New York angetreten. Wie in den Wochen zuvor habe sie auch bei ihrem Erstrunden-Aus am Dienstag Probleme mit dem Ellbogen gehabt, sagte Kerber: „Ich versuche jetzt erst einmal 100-prozentig gesund zu werden.“

2016 hatte die deutsche Fed-Cup-Spielerin nach ihrem Coup bei den Australian Open in Melbourne zu Beginn des Jahres auch bei den US Open in New York den Titel geholt. Zudem war sie zur Nummer eins der Welt aufgestiegen.

Federer und Nadal in Runde zwei

Der 19-malige Grand-Slam-Champion Roger Federer ist seinem Dauerrivalen Rafael Nadal dank eines Kraftaktes in die zweite Runde der US Open gefolgt. Der an Position drei gesetzte Federer (Schweiz) musste beim 4:6, 6:2, 6:1, 1:6, 6:4 gegen den 19-jährigen Frances Tiafoe (USA) über die volle Distanz gehen.

In der Night Session von New York verwandelte der amtierende Australian-Open- und Wimbledonsieger Federer nach 2:37 Stunden seinen dritten Matchball. Allerdings erlaubte sich der "Maestro" insgesamt 56 unerzwungene Fehler (41 Winner).

"Das war mehr als ein Test für mich. Es war ein richtig guter Kampf. Deshalb komme ich gerne nach New York, wegen dieser ganzen Emotionen", sagte Federer.

Lärm durch Regen irritiert Nadal

Zuvor hatte der topgesetzte Spanier Nadal unter dem wegen Regens geschlossenen Dach des Arthur-Ashe-Stadiums einen recht souveränen 7:6 (8:6), 6:2, 6:2-Erfolg gegen Dusan Lajovic (Serbien) gefeiert. Selbst von einem 3:5-Rückstand im ersten Satz ließ sich French-Open-Rekordgewinner Nadal nicht beirren.

"Der Beginn war schwierig, mein Gegner hat kaum Fehler gemacht und die Kontrolle bei den Punkten übernommen", sagte Nadal, der die Lautstärke in der Arena kritisierte. "Durch das geschlossene Dach hört man eine Menge Krach. Am Anfang ist das wirklich befremdlich, aber man gewöhnt sich daran", meinte Nadal. In das größte Tennis-Stadion der Welt passen 23.771 Zuschauer.

Bereits im Halbfinale könnte es zum Klassiker zwischen Nadal (31) und Federer (36) kommen. Es wäre das insgesamt 38. Duell der Beiden (Nadal führt mit 23:14 Siegen). "Ich würde es lieben, hier in New York gegen Rafa zu spielen", sagte Federer, der beim letzten Grand Slam des Jahres kurioserweise noch nie auf Nadal traf.

Die beiden Superstars sind die Topfavoriten auf den Turniersieg. Auch weil im Big Apple fünf der Top-11-Spieler wegen Verletzungen fehlen - darunter Titelverteidiger Stan Wawrinka (Schweiz) und Novak Djokovic (Serbien).

dpa/sid

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