Sieg geht an Norweger Svindal

Sensation in Beaver Creek: Dreßen rast bei Abfahrt auf Rang drei

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Jubelt wie ein Sieger: Thomas Dreßen fährt bei der Abfahrt von Beaver Creek auf Rang drei.

Bei der Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek rast Aksel Lund Svindal zum Sieg. Für Aufsehen sorgt mit Thomas Dreßen aber ein Athlet vom DSV.

Beaver Creek - Ski-Rennläufer Thomas Dreßen hat bei der Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek (USA) mit Platz drei für eine Sensation gesorgt. Beim Triumph des norwegischen Olympiasiegers Aksel Lund Svindal vor Weltmeister Beat Feuz (Schweiz) raste der 24-Jährige auf der berühmt-berüchtigten Raubvogel-Piste auf das Podium.

Besser war ein deutscher Abfahrer zuletzt am 18. Dezember 2004, als Max Rauffer in Gröden/Südtirol gewann. Sechs Jahre später stand Stephan Keppler beim Super-G auf derselben Strecke als bislang letzter Deutscher in einem Speed-Rennen auf dem "Stockerl".

Dreßen jubelt: „Echt ein Traum“

"Ich weiß noch gar nicht, was ich sagen soll. Es ist echt ein Traum", sagte Dreßen im „ORF“: "Darauf arbeitet man von klein auf hin, dass man mal aufs Podest kommt. Und jetzt ist es passiert."

Dreßen attackierte sogar die Bestzeit von Svindal, der die prestigeträchtige Abfahrt als erster Athlet zum vierten Mal (nach 2008, 2013 und 2015) gewann. Bei der zweiten Zwischenzeit lag der Mittenwalder 0,28 Sekunden vorne, im Ziel fehlten ihm 0,49 Sekunden auf den "Speed King". Feuz hatte einen Rückstand von 0,15 Sekunden auf Svindal.

Auch Sander rast in die Top Ten

Andreas Sander (Ennepetal/+0,74) zeigte ebenfalls eine starke Leistung und wurde Siebter. Ein besseres Duo hatte der Deutsche Skiverband (DSV) bei einer Weltcup-Abfahrt zuletzt im Januar 1992: Damals gewann Markus Wasmeier in Garmisch-Partenkirchen, Hansjörg Tauscher wurde Dritter. Sepp Ferstl (Hammer/+1,85) kam in Beaver Creek nicht unter die besten 20.

Dreßens Coup kam nicht völlig aus dem Nichts. Bereits in den beiden vergangenen Wintern, seinen ersten kompletten im Weltcup, deutete er sein Talent mehrfach an. Im Februar 2017 war er in Kvitfjell als Sechster erstmals in die Top 10 gefahren. In dieser Saison holte er mit zwei 14. Plätzen in Lake Louise das Olympia-Ticket gleich zum Auftakt, am Freitag war er im Super-G von Beaver Creek Zehnter.

sid

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