Nach Blamage gegen Russland

DEB-Team unterliegt auch im zweiten Olympia-Test deutlich

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Dominik Kahun vom EHC Red Bull München im Spiel gegen die Slowakai.

Nach der höchsten Niederlage der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft in der Amtszeit von Trainer Marco Sturm kann das DEB-Team auch sein zweites Spiel beim Deutschland Cup nicht gewinnen. 

Augsburg - Nach der höchsten Pleite unter Marco Sturm hat das deutsche Eishockey-Nationalteam einen Schritt zur Wiedergutmachung geschafft, den ersten Sieg beim Olympia-Test aber verpasst. Seinen zweiten Auftritt beim Deutschland Cup verlor der Gastgeber am Samstag in Augsburg mit 0:3 (0:1, 0:0, 0:2) gegen Titelverteidiger Slowakei. Nach dem 2:8 gegen Russland präsentierte sich die deutsche Auswahl zwar verbessert, zeigte mit Blick auf Olympia aber noch immer zahlreiche Schwächen und belohnte sich nicht für ihren Einsatz.

Dem WM-Viertelfinalisten droht damit beim Deutschland Cup nach dem abschließenden Spiel gegen die USA am Sonntag (16.45 Uhr/Sport1) das schlechteste Abschneiden seit zwölf Jahren. 2005 schlossen die Deutschen das Turnier bislang zuletzt als Letzter ab, damals waren es allerdings fünf und nicht wie jetzt vier Teilnehmer.

Deutschland gegen Slowakai offensiv zu ungefährlich

Am Tag nach dem Russland-Debakel blieb die Auswahl des Deutschen Eishockey Bunds (DEB) in der Offensive insgesamt zu ungefährlich. Wie im Freitagsspiel waren Strafzeiten eine Ursache für die Niederlage. Vor 6139 Zuschauern erzielten Martin Bakos (5. Minute) und Marcel Hascak (48.) jeweils in Überzahl die Treffer. Als Goalie Timo Pielmeier das Tor verlassen hatte, erzielte Peter Ceresnak in den Schlusssekunden den Endstand.

Sturm wird darauf bauen, dass sich seine Mannschaft mit den an diesem Wochenende fehlenden Leistungsträgern wie Marcel Goc und Christian Ehrhoff am 15. Februar beim Olympia-Start gegen Finnland steigern kann. Beim Deutschland Cup sind etliche Teilnehmer für Südkorea dabei, der Coach gewährt aber auch nachrückenden Spielern eine Chance.

Nach der höchsten Niederlage seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren hatte Sturm am Freitagabend eine Reaktion gefordert und Kritik geübt. „Ich habe mehr erwartet, auch emotional“, haderte der ehrgeizige Coach. „Die Jungs sind selbst schuld. Sie haben bewiesen, dass sie mitspielen können, und es dann komplett hergegeben“, sagte der 39-Jährige. „Die Köpfe so hängen zu lassen, darf nicht passieren.“

Rotationen nach Blamage gegen Russland

Für den zweiten Auftritt im Curt-Frenzel-Stadion rutschten fünf Spieler, die am Freitag ausgesetzt hatten, in die Formation, darunter die positiv auffallende Sturmreihe mit den Nürnbergern Yasin Ehliz und Leo Pföderl sowie dem Münchner Patrick Hager. Seine Abwehr- und Angriffsreihen stellte Sturm komplett um.

Im Tor erhielt wie angekündigt der Ingolstädter Timo Pielmeier das Vertrauen, nachdem er schon gegen die Russen für den verletzten Dennis Endras zur Hälfte des Spiels eingesprungen war. Der 28-Jährige war früh geschlagen, als der Nürnberger Ehliz nach einer überflüssigen Strafe draußen saß.

Ab dem zweiten Drittel agierten die Deutschen mit mehr Schwung in der Offensive. Die DEB-Auswahl erspielte sich allerdings nur wenige Torchancen und ließ auch ihre Überzahlsituationen verstreichen. In der gefährlichsten Szene landete ein Schuss des Krefelders Marcel Müller Ende des zweiten Drittels am Pfosten. Als Eisbären-Verteidiger Jonas Müller auf der Strafbank saß, nutzten die Slowaken das effizient zur Vorentscheidung.

dpa

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