Mit Hilfe von gefälschten Urinproben

Russisches Doping bei Olympia 2014: Kronzeuge bietet Hilfe an

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Ehemaliger Chef des russischen Doping-Kontrolllabors: Grigori Rodschenkow.

München - Grigori Rodschenkow ist der Kronzeuge im Fall des russischen Dopings während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi. Jetzt will er dem IOC bei der Aufklärung helfen und sogar einen Dokumentarfilm drehen. 

Der Kronzeuge für die jüngsten Doping-Anschuldigungen gegen Russland bietet dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Hilfe bei der Aufklärung an. Grigori Rodschenkow, ehemals Chef des russischen Doping-Kontrolllabors, schrieb dem IOC und der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA einen entsprechenden Brief. Der Brief liegt der US-Nachrichtenagentur AP vor.

Rodschenkow bezeichnet sich selbst als Vater des staatlichen, systematischen Dopingprogramms. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi seien 15 russische Medaillen-Gewinner gedopt gewesen. Mit Hilfe gefälschter Urinproben sei das Doping verschleiert worden, sagte Rodschenkow in der „New York Times“ (Donnerstag).

Nur er selbst könne die gefälschten Urinproben identifizieren, sagte Rodschenkow. Er schlug vor, diese Überprüfung filmen zu lassen.

Rodschenkow arbeitet derzeit an einem Dokumentarfilm über Doping in Russland. „Russische Athleten, die mit großer Wahrscheinlichkeit gedopt waren, kamen unentdeckt im zweifellos größten Betrug im Sport aller Zeiten davon“, hieß es in dem Brief.

Keiner der russischen Athleten war in Sotschi des Dopings überführt worden. Das Team gewann bei den Winterspielen 33 Medaillen.

dpa

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