Auch Wellinger und Geiger stark

Freitag springt in Russland zum Weltcup-Sieg

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Knapper Sieg in Russland: Richard Freitag hat den Weltcup der Skispringer in Nischni Tagil gewonnen.

Richard Freitag hat sich in einem Skisprung-Krimi durchgesetzt und den Weltcup in Nischni Tagil vor zwei Norwegern gewonnen. Auch zwei andere DSV-Athleten überzeugen.

Nischni Tagil - Skispringer Richard Freitag (Aue) hat den Weltcup im russischen Nischni Tagil gewonnen und damit für den ersten deutschen Sieg in der Olympiasaison gesorgt. Der 26-Jährige schob sich im zweiten Durchgang noch von Platz acht nach ganz vorne und setzte sich vor den Norwegern Daniel Andre Tande und Johann Andre Forfang durch. Freitag übernahm zudem das Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden.

"Was soll ich sagen, es hat einfach riesig Spaß gemacht", meinte Freitag nach seinem sechsten Weltcup-Sieg, dem ersten seit dem 4. Januar 2015 in Innsbruck. "Er hat sich endlich stabilsiert, es ist viel mehr Routine dabei. Mittlerweile hat er wieder richtig Freude am Springen", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Wellinger nur 0,1 Punkte hinter Platz drei

Freitag lag mit 267,5 Punkten (135,0+137,0 Meter) knapp vor Tande (266,9). Forfang (264,3) verwies mit einem Zehntelpunkt Vorsprung Vizeweltmeister Andreas Wellinger aus Ruhpolding (264,2/127,0+138,5) auf Platz vier, der nach einem schlechten ersten Sprung noch von Platz 21 nach vorne rückte.

Karl Geiger (Oberstdorf), der nach dem ersten Durchgang überraschend geführt hatte, fiel mit 259,8 Punkten (131,0+131,0) noch auf Platz sechs zurück, sorgte damit aber für ein weiteres deutsches Topergebnis. Der WM-Dritte Markus Eisenbichler (Siegsdorf), der in den vier Trainings- und Qualifikations-Durchgängen dreimal Platz eins und einmal Rang zwei belegt hatte, erwischte seine beiden mit Abstand schlechtesten Sprünge in Nischni Tagil und kam mit 241,8 Punkten (129,0+127,0) nur auf Platz 14.

Paschke stürzt im zweiten Durchgang ab

Pius Paschke (Kiefersfelden), fiel noch von Platz fünf mit 239,0 Punkten (130,0+122,5) noch auf Platz 17 zurück. Stephan Leyhe (Willingen) verpasste als 40. mit 114,5 m (96,5) das Finale der besten 30 Springer.

Freitags Sieg war der dritte deutsche in fünf Weltcupspringen auf dem Tramplin Stork. Zuvor hatte 2014 und 2015 Ex-Weltmeister Severin Freund gewonnen, der die Olympiasaison wegen eines Kreuzbandrisses verpasst. Am Sonntag (16.00 Uhr MEZ/ZDF und Eurosport) findet in Nischni Tagil ein weiterer Einzelwettbewerb statt, die Qualifikation wird unmittelbar davor ausgetragen.

sid

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