Ärger in Italien

Radsport: Pirazzi und Rumsas wegen Dopings gesperrt

Wieder Dopingärger in Italiens Radsport: Gleich zwei Profis sind nun wegen mutmaßlichen Dopings gesperrt worden. Darunter auch Raimondas Rumsas.

Rom/Lucca - Zwei Dopingfälle sorgen im italienischen Radsport für Aufsehen. Am Dienstag ist der Italiener Stefan Pirazzi (30) wegen der Einnahme des Wachstumshormons GHRP-6 für vier Jahre gesperrt worden. Der in Italien lebende litauische Radprofi Raimondas Rumsas jr. (23) fiel wegen der gleichen Substanz im September durch einen Dopingtest. Italiens Anti-Doping-Staatsanwaltschaft sperrte den Sohn des ehemaligen Dopingsünders Raimondas Rumsas daraufhin am Dienstag als "Vorsichtsmaßnahme". 

Doping ist in der Radfamilie Rumsas ein wiederkehrendes Thema. Rumsas senior, Gesamtdritter der Tour de France 2002, war beim Giro d'Italia 2003 auf das Blutdopingmittel Epo getestet und für ein Jahr gesperrt worden. Ein Jahr zuvor war seine Frau Edita bei einer Grenzkontrolle nach Italien mit erheblichen Mengen Epo, Anabolika und Aufputschmitteln im Auto erwischt und festgenommen worden. 

Linas Rumsas starb im Mai - womöglich wegen Dopings

Der jüngere Sohn Linas, selbst Amateur-Rennfahrer, erlag im Mai dieses Jahres mit 21 Jahren einem Herzinfarkt. Die Staatsanwaltschaft der toskanischen Stadt Lucca vermutet, dies sei die Folge der Einnahme verbotener Dopingsubstanzen gewesen. 

Pirazzi war während des Trainings vor dem Giro d'Italia im Mai positiv getestet worden. 2013 hatte er bei der Italien-Rundfahrt das Bergtrikot gewonnen.

SID/fn

Rubriklistenbild: © AFP

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