"Unsere Meinung hat sich nicht geändert"

NADA fordert Ausschluss von Russland bei Winterspielen 2018

Rio de Janeiro - Die Nationalen Anti-Doping-Agenturen von Deutschland und Österreich haben einen Komplett-Ausschluss Russlands von den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gefordert.

„Wir haben das schon für die Sommerspiele in Rio gefordert, und unsere Meinung hat sich nicht geändert“, erklärte Andrea Gotzmann, Vorstandsvorsitzende der deutschen Agentur, am Montag am Rande einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der NADA Austria der ARD.

„Wir haben die Winterspiele schon in anderthalb Jahren, und auch hier muss gesagt werden: Russland hat von staatlicher Seite aus das Anti-Doping-System unterlaufen und betrogen“, sagte Gotzmann. „Deshalb muss auch für Pyeongchang ein Ausschluss gefordert werden.“

Richard McLaren, der im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur in Russland ermittelte, hatte in seinem Ermittlungsbericht den Nachweis für die Anschuldigung geliefert, dass im Kontrolllabor bei den Winterspielen 2014 in Sotschi positive Dopingproben von russischen Sportlern ausgetauscht wurden.

„Die Situation ist also noch schlimmer“, sagte Michael Cepic, Geschäftsführer der NADA Austria. „Die Strukturen lassen sich nicht von heute auf morgen verändern. Deshalb fordern wir den Komplett-Ausschluss von 2018.“

dpa

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