Wolff: „Seine Geschichten sind fantastisch“

Mercedea-Hilfe für Ferrari? Ecclestones Verschwörungstheorie sorgt für Lächeln

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Bernie Ecclestone war von Anfang der 1970 Jahre bis Januar 2017 Boss der Formel 1.

Bernie Ecclestone hat mit seiner Verschwörungstheorie zwischen Ferrari und Mercedes für Wirbel in der Formel 1 gesorgt, doch die Protagonisten nehmen es mit Humor.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat mit Humor auf die von Bernie Ecclestone angedeutete Verschwörungstheorie reagiert, wonach die Silberpfeile ausgerechnet ihrem größten Rivalen Ferrari bei der Entwicklung der komplizierten Antriebseinheit geholfen haben könnten. "Ich habe ihn gerade angerufen und ihm zum 92. Geburtstag gratuliert", sagte Wolff am Rande des Grand Prix von Mexiko und machte mit einem Lächeln deutlich, was er von den Aussagen des ehemaligen Chefpromoters hält. Ecclestone wurde am Samstag 87 Jahre alt.

"Er ist der einzige, der in der Lage ist, am anderen Ende der Welt zu sitzen und eine Handgranate zu werfen, die dann im Fahrerlager landet", sagte Wolff: "Ich finde das toll, seine Geschichten sind fantastisch. Ich hab es zuletzt fast ein bisschen vermisst, wie er solche Stories streut, wie er Sitzungen durcheinanderbringt und sein Herrschen und Teilen." Zuvor hatte der Österreicher eine Absprache zwischen Mercedes und Ferrari schon mit einem klaren "Nein" zurückgewiesen. Ecclestone war Anfang des Jahres von den neuen Besitzern der Formel 1 abgesetzt worden.

Ecclestone sagte im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt, Mercedes könnte die Scuderia bei der Entwicklung des Motors unterstützt haben, um nach Jahren der Dominanz einen "glaubwürdigen Rivalen" zu haben: "Auch für Mercedes gilt diese Überlegung: Eine gegen Sauber gewonnene Weltmeisterschaft ist eine Sache, eine gegen Ferrari errungene eine ganz andere."

Bernie Ecclestone (vorne) mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff beim Russland-Rennen 2016.

Wenn Mercedes sich "entschlossen haben sollte, Maranello Technologie zu übermitteln, dann sage ich, es war eine gute Entscheidung", meinte Ecclestone. Ob die Theorie aber wirklich stimmt, könne "in diesem Fall niemand wissen. Höchstens der, der es getan hat." Doch Ecclestone glaubt daran: "Da hat sicherlich in einem gewissen Moment jemand bei einem Motor nachgeholfen."

Entsprechende Gerüchte sind nicht neu, werden von den betroffenen Parteien aber stets zurückgewiesen.

SID

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