DBB wohl nicht betroffen

14 Basketball-Verbände für Europapokal suspendiert?

Köln - Im Streit um den Europapokal im Basketball steht offenbar der große Knall bevor. Nach Informationen verschiedener Medien hat die FIBA Europe 14 ihrer Verbände für europäische Wettbewerbe suspendiert.

Darunter befinden sich Europameister Spanien und fast alle anderen Top-Nationen, nicht aber der Deutsche Basketball Bund (DBB). Die betroffenen Verbände könnten nach derzeitigem Stand nicht an der EM 2017 teilnehmen.

Die französische Sporttageszeitung L'Equipe veröffentlichte am Samstag einen Brief der FIBA Europe an den slowenischen Verband, darin wird die Sanktion erklärt. Die Verbände werden demnach gesperrt, da sie ihren Klubs trotz einer Drohung der FIBA Europe nicht untersagt hätten, in der Euroleague oder im Eurocup zu spielen. Bis Mittwoch ist Zeit, sich zur Sache zu äußern.

Die FIBA führt zur kommenden Saison die Champions League ein und tritt damit in Konkurrenz zur Königsklasse Euroleague. Seit dieser Entscheidung streiten sich beide Parteien um die Klubs und haben bei der Europäischen Kommission Beschwerden gegen das Verhalten des Konkurrenten eingelegt.

Die 14 betroffenen Verbände sollen Spanien, Serbien, Kroatien, Russland, Litauen, Griechenland, Italien, Israel, Montenegro, Mazedonien, Bosnien, Slowenien, Polen und die Türkei sein - die Creme de la Creme.

Finanzschwächere Klubs werden laut FIBA von der Euroleague diskriminiert, dazu sei der neue Vertrag mit den elf Inhabern der A-Lizenz, die zur ständigen Teilnahme am Wettbewerb berechtigt, der eines „Syndikats“. Die Klubs hatten sich im November für weitere zehn Jahre an die Euroleague gebunden. Kein Bundesligist verfügt über eine A-Lizenz.

Ende März hatte die FIBA ihren Mitgliedsverbänden mit dem Ausschluss der Nationalmannschaften für ihre Wettbewerbe gedroht, sollten Klubs der Euroleague Zusagen geben. Nun ist es offenbar so weit.

SID us tw ko

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