Mercedes hängt Ferrari ab

Internationale Pressestimmen zum Grand Prix von Japan

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Lewis Hamilton ist dem WM-Titel nach dem Sieg in Japan einen großen Schritt näher gekommen. Foto: Toru Takahashi

Suzuka (dpa) - Die internationalen Pressestimmen zum Großen Preis von Japan.

ITALIEN:

"La Stampa": "Ferrari verrät Vettel erneut: Dieses Mal schmeißt ihn eine kaputte Zündkerze raus."

"La Repubblica": "Ferrari ist Italien. Ferrari ist (oder war) das beste von Italien, ein Konzentrat aus Wissen, Expertise, Tradition und Innovation, technischer Handwerkskunst und Futurismus. Was für den freien Fall der italienischen Fußball-Nationalmannschaft gilt, gilt für Ferrari von Marchionne: ein verlorenes Team. Wo ist nur diese einst gelobte Kraft der Gruppe? (...) Wir dürfen nicht da unten bleiben, in Angst vor der Zukunft. Wir dürfen nicht ausgehen wie (Zünd)-Kerzen beim ersten Mal Pusten."

"Corriere della Sera": "Im Moment der tiefen Bitterkeit, muss man einen Weg für Lösungen finden. Es scheint provokant, aber dieser Ferrari ist immer noch ein Wagen der Extraklasse. (...) Es sind noch vier Rennen - Alé - um das verlorene Lachen und den heiligen Enthusiasmus wiederzufinden."

SPANIEN:

"Marca": "Ferrari beging Harakiri. Ein erneutes technisches Problem vergrößerte den Abstand zwischen Vettel und WM-Spitzenreiter Hamilton auf 59 Punkte."

"Sport": "Der unanfechtbare Triumph von Hamilton in Suzuka und die Aufgabe von Vettel haben die WM praktisch entschieden. Der Brite hat seinen ersten Match-Ball am 22. (Oktober) in Austin. Bei Ferrari sind die Zuverlässigkeitsprobleme zum ungeeignetsten Zeitpunkt der Saison hervorgetreten."

"Mundo Deportivo": "Hamilton hat sich gestern in Suzuka als japanischer Samurai-Kämpfer verkleidet und Sebastian Vettel im Kampf um den Titel den entscheidenden Schlag versetzt."

"AS": "Sieg von Hamilton und Aufgabe von Vettel. Dank der 'Null' des Deutschen hat der Brite den halben WM-Titel bereits in der Tasche."

"El País": "Ferrari lässt Hamilton ohne Gegner."

"La Vanguardia": "Der Kampf um den WM-Titel ist aus und vorbei. Lewis Hamilton hat der Auseinandersetzung ein Ende gesetzt. Mit der Zusammenarbeit von Sebastian Vettel, oder besser gesagt, mit der Zusammenarbeit von Ferrari und dessen ewigen technischen Probleme."

GROSSBRITANNIEN:

"The Independent": "Vor nur sechs Wochen war Sebastian Vettel klar an der Spitze. Jetzt muss schon etwas ganz Besonderes passieren, damit der Deutsche Hamilton noch abfangen kann."

"The Guardian": "Für Lewis Hamilton ist die vierte Formel-1-Weltmeisterschaft nach seinem Sieg beim Großen Preis von Japan in greifbarer Nähe."

"The Telegraph": "Wenn Hamilton Vettel beim nächsten Rennen in Austin mit mehr als 16 Punkten Vorsprung schlägt, ist die Weltmeisterschaft rechnerisch gelaufen. In Wirklichkeit ist sie das schon jetzt."

"BBC Sport": "Die Erwartung war, dass der Titelkampf bis zum letzten Rennen dauern wird (...) und das Ergebnis unmöglich vorherzusehen ist. Aber nach Hamiltons dominantem Sieg in Italien ist die Saison für Ferrari in drei Rennen in Asien in den vergangenen vier Wochen auf erstaunliche Weise implodiert."

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