Bayern-Präsident gibt nach

Handball-Streit: Hoeneß entschuldigt sich bei HBL-Boss Bohmann

+
Uli Hoeneß hat sich persönlich bei Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, entschuldigt.

Uli Hoeneß sorgte u. a. mit der These für Aufsehen, dass der Handball-Sport international nichts wert sei. Nun hat sich der Chef des FC Bayern für seine harten Worte entschuldigt.

Hamburg/Brüssel - Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat abwertende Aussagen über den Handballsport relativiert und zudem ein klärendes Gespräch mit dem Geschäftsführer der Bundesliga geführt.

„Ich habe mich hier missverständlich ausgedrückt. Ich habe Frank Bohmann, den Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, angerufen und mich für diese Aussage entschuldigt. Er hat meine Entschuldigung angenommen“, sagte Hoeneß am Mittwoch gegenüber der dpa in Brüssel. „Ich schätze Handball sehr und bin weit davon entfernt, etwas Negatives über diese tolle Sportart zu sagen“, versicherte Hoeneß.

Der 65-Jährige hatte zuvor für Interview-Aussagen scharfe Kritik der Handball-Bundesliga (HBL) geerntet: „Es gehört sich nicht, dass Uli Hoeneß mit diesen Aussagen unsere gute Arbeit diskreditiert“, sagte HBL-Geschäftsführer Bohmann im Interview der Sport Bild. „Handball mag ja keine Welt-Sportart sein. Aber auch in vielen Ländern Europas ist Handball viel wichtiger, beliebter und bedeutender als Basketball.“

FC Bayern: „Im Basketball die Bedeutung wie Maribor im Fußball“

Hoeneß hatte in einem Interview der Süddeutschen Zeitung behauptet, dass Handball „international wirtschaftlich nichts wert“ sei. „In fast keinem Land spielt Handball eine Rolle, außer in Deutschland.“ Gegen diese These spricht allein schon die Tatsache, dass beispielsweise in Ländern wie Spanien oder Frankreich auch aus dem Fußball bekannte Spitzenklubs wie der FC Barcelona und Paris St. Germain erfolgreich unterwegs sind.

Der FC Bayern lehnt ein Engagement im professionellen Handball seit langem ab. Stattdessen hat Hoeneß beim Fußball-Rekordmeister eine Basketball-Abteilung erfolgreich etabliert. „Die Medienreichweite der Basketballer des FC Bayern München hat bei uns der Tabellenletzte“, behauptete Bohmann. Im Basketball habe „der FC Bayern die Bedeutung wie Maribor im Fußball“.

dpa/pf

Kommentare

Meistgelesen

Handball-WM: Biegler nominiert Stolle für verletzte Naidzinavicius
Handball-WM: Biegler nominiert Stolle für verletzte Naidzinavicius
Stuttgarter Häfner fällt einige Wochen aus
Stuttgarter Häfner fällt einige Wochen aus
Handball WM: Torfrau Kramarczyk ist in Topform
Handball WM: Torfrau Kramarczyk ist in Topform
Bei Duvnjak-Comeback: THW Kiel rückt an Europacupränge heran
Bei Duvnjak-Comeback: THW Kiel rückt an Europacupränge heran
Kretzschmar über Handball-Frauen: "Ein bisschen eine Wundertüte"
Kretzschmar über Handball-Frauen: "Ein bisschen eine Wundertüte"