Zwei VfL-Tore aberkannt

Wolfsburger Remis-Könige: Turbulentes 3:3 gegen Hertha

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Der VfL Wolfsburg und Hertha BSC trennten sich 3:3. Foto: Peter Steffen

Ein schnelles Gegentor, zwei aberkannte Treffer, ein verschossener Elfmeter - und dennoch ist der VfL Wolfsburg nah dran am ersten Sieg unter Trainer Martin Schmidt. Am Ende gibt es gegen Hertha BSC erneut ein Unentschieden. Der Befreiungsschlag gelingt nicht.

Wolfsburg (dpa) - Auch im bislang verrücktesten Spiel der Bundesliga-Saison haben die Remis-Könige des VfL Wolfsburg ihren Ruf bestätigt. 

Trotz zweimaliger Führung mussten sich die Niedersachsen mit einem 3:3 (2:1) gegen Hertha BSC begnügen und kamen unter ihrem Trainer Martin Schmidt zum siebten Unentschieden im siebten Spiel. Sie verpassten damit am elften Spieltag als Tabellen-14. den Sprung aus der Gefahrenzone.

Das schnellste Tor der Saison durch den Berliner Vedad Ibisevic nach 20 Sekunden, zwei aberkannte VfL-Treffer nach Videobeweis und ein verschossener Foulelfmeter durch Mario Gomez schienen die Wolfsburger nicht zu beeindrucken. "Ich habe so etwas noch nie erlebt", meinte Nationalspieler Gomez. Yunus Malli (41.) und er (44.) drehten dennoch die Partie noch vor der Pause. Herthas Karim Rekik (53.) glich zwar aus, doch Divock Origi traf erneut für Wolfsburg (60.) zur Führung. Der eingewechselte Davie Selke (84.) zerstörte dann die Hoffnung der Wölfe auf den ersten Heimsieg.

"Wieder ein Unentschieden, was nach der ersten Halbzeit hätte nicht passieren dürfen", sagte VfL-Kapitän Gomez. "Wenn wir nicht in der ersten Minute in der ersten Halbzeit und die ersten Minuten in der zweiten Halbzeit geschlafen hätten, hätten wir hier gewonnen. Das darf uns nicht passieren." Auch Hertha-Trainer Pal Dardai hatte ein "verrücktes Spiel" gesehen und war zufrieden mit dem Punkt: "Das Unentschieden ist verdient."

Die Partie begann furios: Valentino Lazaro passte steil auf BSC-Kapitän Ibisevic, der nach 20,6 Sekunden souverän verwandelte. Es war das schnellste Tor der Bundesligasaison. Zuvor hatte der Bosnier 901 Minuten lang keinen Treffer erzielt. In der fünften Minute rief der Stadionsprecher bereits den Ausgleichstreffer aus, doch Schiedsrichter Kampa nahm ein Gomez-Tor nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten Jochen Drees zurück. Der Nationalstürmer hatte beim Brooks-Pfostentreffer zuvor im Abseits gestanden.

15 Minuten später stand der 32 Jahre alte Angreifer wieder im Mittelpunkt: Er drosch einen Foulelfmeter an die Latte. Den Strafstoß hatte Per Skjelbred verursacht, nachdem er Daniel Didavi gehalten hatte.

Laute Pfiffe und "Schieber"-Rufe gegen Kampa gab es nach dem zweiten Tor, das er nach Kommunikation mit dem Video-Assistenten Jochen Drees zurücknahm: Den Schuss von Malli hatte der im Abseits stehende Didavi noch abgefälscht. Kampa und Drees lagen erneut richtig.

Noch vor der Pause durften Malli und Gomez dann aber doch jubeln: Erst köpfte Malli nach Flanke von Origi ein, dann schoss Gomez nach Didavi-Pass ins Berliner Tor. Zwei Standard-Situationen brachten die nächsten Tore: Der niederländische Abwehrspieler Rekik traf nach einem Freistoß. Origi war nach einer Ecke erfolgreich. Der eingewechselte Berliner Selke wurden dann mit seinem späten Ausgleich zum Wolfsburger Stimmungskiller.

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