Siebter Spieltag der WM-Quali

Nordirland feiert Pflichtsieg - England quält sich zum Dreier

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Der dritte Streich: Danny Welbeck (l.) trifft in der Nachspielzeit für England gegen Malta.

Nordirland bleibt in der WM-Quali der erste Verfolger der deutschen Nationalmannschaft. Während sich England überraschend schwer tut, muss Polen einen Rückschlag verkraften.

München - Nordirlands Fußball-Nationalmannschaft bleibt in der Qualifikation für die WM 2018 in Russland erster Verfolger der deutschen Auswahl. Der britische EM-Teilnehmer setzte sich am Freitagabend in San Marino mit 3:0 (0:0) durch und liegt in der Gruppe C mit nun 16 Punkten weiter relativ sicher auf Rang zwei hinter Weltmeister Deutschland (21).

Nordirland, Nummer 23 der FIFA-Weltrangliste, war gegen die Nummer 204 drückend überlegen, verwertete aber lange Zeit seine zahlreichen Chancen nicht. Josh Magennis (70./75.) und Steven Davis (78., Handelfmeter) brachen innerhalb weniger Minuten den Bann.

Norwegen besiegt Aserbaidschan 

Norwegen liegt trotz eines 2:0 (1:0)-Erfolges gegen Aserbaidschan aussichtslos zurück. Joshua King (32./Foulelfmeter) und Raschad Sadigow (59.) mit einem Eigentor sorgten für den Erfolg. Norwegen ist mit sieben Punkten Vierter hinter Deutschland (21), Nordirland (16) und Tschechien (9).

Die neun Sieger der Gruppen qualifizieren sich direkt für die Endrunde, die acht besten Tabellenzweiten spielen in den Play-offs vier weitere WM-Teilnehmer aus.

Polen verliert klar in Dänemark

Polens Nationalteam um Kapitän Robert Lewandowski kassierte in Dänemark die erste Niederlage der WM-Qualifikation und verpasste damit einen großen Schritt Richtung Endrunde. Im Spitzenspiel der Gruppe E unterlag Polen in Dänemark am Freitag überraschend deutlich mit 0:4 (0:2) und hat damit vor den letzten drei Partien nur noch drei Punkte Vorsprung auf das zweitplatzierte Montengro (13). Die Dänen stehen nach dem vierten Sieg punktgleich mit Montenegro auf Rang drei.

Werder Bremens Thomas Delaney (16.) köpfte eine Ecke von Dänemarks Christian Eriksen zur Führung ins Tor. Stürmer Andreas Cornelius (42.) erhöhte kurz vor der Pause auf 2:0 für die Gastgeber. Nicolai Jörgensen (59.) und der starke Eriksen (80.) setzten den Schlusspunkt.

Jubelt nach der Führung: Thomas Delaney bringt Dänemark gegen Polen früh auf die Siegerstraße.

Drei Bundesligaprofis bei Polen dabei

Neben Lewandowski spielten bei den Polen auch die Bundesligaprofis Lukasz Piszczek von Borussia Dortmund und Jakub Blaszczykowski vom VfL Wolfsburg im Telia Parken in Kopenhagen von Beginn an.

Sollte sich die Mannschaft von Trainer Adam Nawalka für die Endrunde qualifizieren, wäre es die erste WM-Teilnahme seit 2006 in Deutschland, als Polen in der Gruppenphase scheiterte.

Maxim lässt Daum spät jubeln

Rumänien siegte mit Trainer Christoph Daum gegen Armenien in letzter Minute durch ein Tor des Mainzers Alexandru Maxim in der 91. Minute mit 1:0 (0:0). Dabei spielten die Gäste nach einer Gelb-Roten Karte für Taron Voskanyan (54.) mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl. Rumänien (9) steht damit als Vierter nun drei Punkte vor den Armeniern auf Rang fünf.

Am frühen Abend hatte Polens ärgster Verfolger Montenegro souverän mit 3:0 (1:0) in Kasachstan gewonnen und damit weiter Druck auf Tabellenführer Polen gemacht.

Die neun Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde, die acht besten Tabellenzweiten spielen in den Play-offs vier weitere WM-Teilnehmer aus.

Später Siegtreffer: Alexandru Maxim beschert Rumänien gegen Armenien drei Punkte.

England trifft dreimal spät

Die englische Nationalmannschaft hielt mit einem glanzlosen Pflichtsieg Kurs auf die WM 2018. Das Team von Trainer Gareth Southgate setzte sich am Freitagabend auf Malta mit 4:0 (0:0) durch und führt die Qualifikations-Gruppe F mit nun 17 Punkten weiterhin an.

Erst in der zweiten Hälfte brachte Stürmer Harry Kane (53.) die überlegenen Three Lions in Führung, in der Schlussphase sorgten dann Ryan Bertrand (86.), Daniel Welbeck (90.+1) und erneut Kane (90.+2) noch für den standesgemäß deutlichen Sieg.

Slowakei jubelt dank Nemec

Einziger ernsthafter Verfolger Englands ist nun die Slowakei, die sich gegen Slowenien mit 1:0 (0:0) durchsetzte. Adam Nemec (80.) traf spät und sorgte dafür, dass die Slowaken mit 15 Punkten relativ sicher den zweiten Platz belegen.

Schottland und Slowenien folgen mit jeweils elf Punkten. Die Schotten brachten sich mit einem 3:0 (2:0) in Litauen noch einmal in Stellung. Stuart Armstrong (25.), Andrew Robertson (30.) und James McArthur (72.) schossen den ungefährdeten Sieg heraus.

Die neun Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde 2018, die acht besten Tabellenzweiten spielen in den Play-offs vier weitere WM-Teilnehmer aus.

sid

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